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Nach Mord an Briefmarkenhändler Robert H. – Polizisten stoppen Stuttgarter auf der B 442

Autofahrer gerät ins Visier der Soko „Phila“

Hameln (ube). Ein Mann aus Stuttgart ist am frühen Dienstagmorgen für kurze Zeit ins Visier der Sonderkommission „Phila“ geraten. Der Autofahrer war während einer Verkehrskontrolle um 3.45 Uhr auf der Bundesstraße 442 in Eimbeckhausen gestoppt worden. Bei ihm sei ein Gegenstand, der aus dem Besitz des ermordeten Hamelner Briefmarkenhändlers Robert H. (53) hätte stammen können, gefunden worden, sagte gestern Oberstaatsanwältin Irene Silinger auf Anfrage der Dewezet. Zu dem Objekt, das das Interesse der Polizisten geweckt hat, „kann und darf ich aus kriminaltaktischen Gründen nichts sagen“, erklärte die Staatsanwältin. Die Person sei „nur kurzfristig in Verdacht“ geraten. Es habe sich sehr schnell herausgestellt, dass der Mann nichts mit dem Tötungsdelikt zu tun hat.

veröffentlicht am 08.12.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 12:41 Uhr

Vor der Briefmarkenhandlung an der Kaiserstraße haben Bekannte des Mordopfers ein Gesteck und Karten abgelegt. Foto: ube
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Der 54-Jährige sei in der Nacht gebeten worden, „zur Klärung des Sachverhalts“ mit zur Wache zu fahren, sagte Kommissar Dirk Barnert, der Mitglied der Mordkommission ist. „Die Kollegen haben die Personalien des Mannes überprüft und Nachforschungen angestellt. Es hat aber weder eine Ingewahrsamnahme noch eine vorläufige Festnahme gegeben.“

Zum aktuellen Stand der Ermittlungen teilte Barnert mit: „Wir gehen derzeit verschiedenen Spuren nach, können dazu aber noch nichts Konkretes sagen.“

Robert H. war am Nachmittag des 24. November tot in seiner Eigentumswohnung an der Schillerstraße 43 in Hameln gefunden worden. Der Geschäftsmann lebte sehr zurückgezogen. Der ledige Hamelner betrieb an seiner Wohnanschrift die Firma „Jurex-Internethandel und Unternehmensberatung“. Robert H. hatte aber noch ein zweites Standbein: An der Kaiserstraße 37 verkaufte er in seinem „Phila-Studio“ Briefmarken und Münzen.



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