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Gestern Verleihung des Zivilcouragepreises 2009 / Polizeipräsident lobt ihren beherzten Einsatz

Auszeichnung für drei „Helden des Alltags“

Hameln (roh). Als Andreas Knuth am 19. September letzten Jahres bei einem Spaziergang an der Weserpromenade einen Mann im Wasser treiben sah, handelte er sofort. Er setzte einen Notruf ab und eilte zu den beiden Mitarbeitern der Solarbootstation, Michael Melzer und Andreas Wieland. Gemeinsam mit Wieland stieg Knuth unverzüglich in ein Solarboot. Es gelang den beiden Männern, den Mann, der zu ertrinken drohte, ins Boot zu ziehen. Währenddessen hatte Melzer die eintreffenden Rettungskräfte eingewiesen und deren professionelle Hilfe unterstützt.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 12.11.2016 um 09:41 Uhr

Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann mit den Preisträgern Michae
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Knuth, der kurz zuvor selbst am Rücken operiert worden war, konnte kaum glauben, dass zwei Radfahrer seine Bemühungen, dem im Wasser treibenden Mann zu helfen, schlichtweg ignorierten und weiterfuhren. Durch das beherzte und selbstlose Handeln der drei „Helden des Alltages“ wie Polizeipräsident der Polizeidirektion Hans Wargel Helfer wie Knuth, Melzer und Wieland nennt, konnte der Mann gerettet werden, der aufgrund von Kreislaufproblemen ins Wasser gestürzt war. Wargel und Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann überreichten den drei Männern gestern Abend den diesjährigen Zivilcouragepreis.

Wargel: „Für die Polizei ist Zivilcourage der Bürgerinnen und Bürger Hilfe bei der täglichen Arbeit. Ohne Menschen, die sich als Helfer und Zeugen zur Verfügung stellen, kämpft die Polizei oftmals auf verlorenem Posten.“ Es gelte das Motto: „Zivilcourage zeigen – Verantwortung übernehmen“, und genau das hätten die drei Männer ohne zu zögern bewiesen.

Der Arbeitsgemeinschaft Zivilcourage waren insgesamt 17 bemerkenswerte Fälle vorgeschlagen worden. Wargel erklärte, dass die Aufklärungsquote in der Polizeidirektion Göttingen mit 65 Prozent enorm hoch sei und ergänzte: „Das hat auch mit der wachsenden Zivilcourage in der Bevölkerung zu tun.“

Die drei geehrten Helfer indes gaben sich gestern bescheiden. Der in Hannover lebende Andreas Knuth sagte: „Da gab es für mich nichts, um nachzudenken. Als ich die Hilferufe hörte habe ich einfach sofort einen Notruf abgesetzt. Als wir bei dem im Wasser treibenden Mann ankamen, dachten wir schon, wir kämen zu spät, aber Herr Melzer hatte an Land die Rettungskräfte gut eingewiesen.“ Melzer meinte: „Das war echtes Teamwork, ohne sich vorher abzusprechen.“ Und sein Kollege Wieland ergänzte: „Da redet man nicht viel, da handelt man einfach.“

Rahmenprogramm

für alle Gäste

Umrahmt wurde das Programm zugunsten dieser helden des Alltags gestern von den Rockin‘ Rats und der Trommelgruppe „Only Boys“, die den zahlreichen Gästen nicht nur sprichwörtliche Beine machten, sondern auch zum fröhlichen Mitmachen aufforderten.



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