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Ausschuss des Landkreises befürwortet weitere Stelle für die Eingliederung behinderter Menschen

Ausnahme vom Einstellungsstopp für bessere Hilfe

Hameln-Pyrmont (HW). Befürwortet hat der Ausschuss für Gesundheit und Soziales im Landkreis Hameln-Pyrmont eine Ausnahme des ansonsten bei der Kreisverwaltung geltenden Einstellungsstopps. Grund ist der dringende Bedarf an externer personeller Kompetenz in der Eingliederungshilfe.

veröffentlicht am 08.03.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 12.11.2016 um 08:21 Uhr

Pomowski
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„Besetzt werden soll die zunächst bis 31. Dezember 2012 befristete Stelle mit einer Fachkraft, die durch ihre Ausbildung und Berufserfahrung im Umfang mit dem betroffenen Klientel ein umfangreiches Fachwissen in die Hilfeplanung mit einbringen soll“, begründete Kreissozialdezernentin Heidi Pomowski und verwies darauf, dass der Kreistag dieses Vorhaben bereits im Stellenplan 2009 berücksichtigt habe.

Fachkraft hilft „Kosten sparen“

Gesetzliche Aufgabe der Eingliederungshilfe sei es, behinderte Menschen oder von Behinderung bedrohte Personen in die Gesellschaft einzugliedern und ihnen die Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zu ermöglichen oder zu erleichtern. Per Gesetz werde der Landkreis als Sozialhilfeträger verpflichtet, diesen Eingliederungsprozess durch die Aufstellung eines Gesamtplans aktiv zu gestalten. Dazu zähle auch „die Überprüfung der Wirksamkeit der gewährten Leistungen und ihrer Zielerreichung“, wie Karl Holweg erläuterte. Der Fachdienstleiter Hilfe zur Pflege/Eingliederungshilfe, der vor dem Ausschuss das Konzept präsentierte, fügte hinzu: „Bisher wurden die Hilfen von fach- und sachkundigen Verwaltungsmitarbeitern gewährt.“ Die Rahmenbedingungen hätten sich aber inzwischen geändert: Nun seien die Möglichkeiten der Hilfegewährung so vielfältig geworden, weil neue Vorschriften eingeführt wurden, aus denen sich andere Ansprüche ergäben und auch aufgrund des nun festgeschriebenen Grundsatzes „ambulant vor stationär“. Vor diesem Hintergrund bedürfe es eines sozialarbeiterischen Sachverstandes, um die Wünsche und Bedürfnisse der Menschen mit Behinderung mit dem bestehenden Hilfsangebot in Übereinstimmung zu bringen und neue Formen der Hilfe zu erarbeiten.

Die Vollzeitstelle soll nach E9 des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst vergütet werden (in der Stufe 1 sind das 2061 Euro pro Monat.) Pomowski unterstrich, dass die Fachkraft auch dazu beitragen werde, Kosten einzusparen. Und zwar mit einem deutlich höheren Betrag „als die Personalkosten“, betonte die Dezernentin. Bei den Einsparungen, so Pomowski weiter, gehe es nicht darum, den Anspruchsberechtigten finanzielle Mittel zu kürzen, sondern darum, die Bewilligungsverfahren abzukürzen. Mit der Umsetzung des sogenannten Hilfeplanverfahrens in der Eingliederungshilfe solle im zweiten Halbjahr 2009 begonnen werden.

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