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Ausflug ins echte Hamelner Mittelalter

Wie stand es tatsächlich um das mittelalterliche Hameln? Gab es schon früh ein Dorf, in dem sich Menschen niederließen, oder ging der Startschuss für die Stadtentwicklung erst von der Klostergründung im neunten Jahrhundert aus? Die Wissenschaft ist sich nicht einig. Im Museum konnten sich Besucher am Wochenende über das echte „Hameln im Mittelalter“ informieren. Dort erwartete die Besucher die Geschichte Hamelns von seiner Entstehung bis hin zu Machtkonflikten um die Stadt. „Aus Überlieferungen ist wenig bekannt über Hameln, man muss sich viel auf archäologische Befunde stützen“, erklärt Museumsleiterin Dr. Gesa Snell. Wie in vielen anderen mittelalterlichen Städten dürfte es auch in Hameln gewaltig gestunken haben – nach Unrat, Abfall, Abwässern. So kommt auch schnell Hamelns heimliches Maskottchen, die Ratte, ins Spiel: „Die Ratten haben den Leuten das Essen weggefressen. Für die Menschen ging es ums nackte Überleben“, sagt Snell.

veröffentlicht am 05.03.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 21:41 Uhr

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Gesellschaftlich hatte jeder seinen Platz: „Wer als Bauer geboren wurde, ist auch als Bauer gestorben“, beschreibt die Museumsleiterin die Ständegesellschaft. Die armen Menschen lebten in Holzhütten, die reichen in Steinhäusern. Welche Gegenstände den sozial niedrig, welche den höher Gestellten gehörten, kann heute im Hamelner Museum bestaunt werden.vh

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