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Unternehmen bestätigt Schließungspläne

Aus für Aldi am Hottenbergsfeld und an der Tunnelstraße

HAMELN. Jetzt ist es offiziell: Aldi im Hottenbergsfeld schließt, genauso wie die Filiale an der Tunnelstraße. Das erklärte Gordon Gattermann, Leiter Immobilien und Expansion bei Aldi, am Dienstag gegenüber der Dewezet. Der genaue Zeitpunkt wird noch nicht genannt, nur, dass die Schließungen im Zuge der Neueröffnung am Hastenbecker Weg erfolgen sollen - im Frühjahr 2018.

veröffentlicht am 16.05.2017 um 11:57 Uhr
aktualisiert am 16.05.2017 um 14:44 Uhr

Die Aldi-Filiale im Hottenbergsfeld. Foto: Wal
Birte Hansen

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Birte Hansen-Höche Reporterin zur Autorenseite
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Ob und wann im Hottenbergsfeld ein anderer Lebensmittelanbieter die Aldi-Nachfolge antreten wird, ist offen. Hamelns Stadtbaurat Hermann Aden und Gattermann haben am Montag über die Zukunft des Grundstücks und des Gebäudes am Hottenbergsfeld gesprochen. „Der Grundstückseigentümer zeigt sich offen dafür, durch Verkauf oder Vermietung eine B-Plan konforme Nachnutzung zuzulassen, was einen anderen Nahversorger einschließt“, erklärt die Stadt zum Ergebnis nach dem Gespräch schriftlich. Im erwähnten Bebauungsplan (B-Plan) eingetragen ist für dieses etwa 0,7 Hektar große Grundstück an der Carl-Wilhelm-Niemeyer-Straße „Sondergebiet Einzelhandel“. Diese Änderung von „Gewerbegebiet“ war im Juli 2003 erfolgt, um dort „einen Nahversorger mit Getränkemarkt und/oder Discounters oder Drogeriemarktes“ zu ermöglichen. Im B-Plan festgeschrieben wurde letztlich, dass auf diesem Grundstück eine „Gesamtverkaufsfläche von max. 1000 Quadratmetern für einen Lebensmittel- und einen Getränkemarkt zulässig“. Die Verkaufsfläche für einen Getränkemarkt ist „auf max. 200 Quadratmeter“ beschränkt.

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Aldi soll nun also mit dafür sorgen, dass ein anderer Nahversorger dort ansiedelt, wo das Aldi sich selbst, sprich der Filiale am Hastenbecker Weg, keine Konkurrenz machen will. Auf die zugespitzte Frage, ob dort dann auch Lidl einziehen könnte, lautet Gattermanns Antwort: „Das müssen Sie Lidl fragen.“ Ob Aldi denn an Lidl verkaufen würde? Die Frage wird umschifft, die Antwort fällt allgemeiner aus: „Wir vermieten zu marktüblichen Preisen“, sagt Gattermann. Gleiches gelte für einen Verkauf. Bislang sei die Frage „Was passiert nach Aldi“ am Hottenbergsfeld für das Unternehmen nachgelagert gewesen. Schwerpunkt der Betrachtungen sei gewesen, wie die „nicht mehr ganz zeitgemäße“ Filiale an der Tunnelstraße ersetzt werden kann. Fündig wurde Aldi am Hastenbecker Weg. Erst im Zuge der weiteren Planungen, stand dann auch Hottenbergsfeld zur Disposition, wie Gattermann sinngemäß schildert. Über die Attraktivität und Rentabilität des Standorts Hottenbergsfeld mit seinem Einzugsgebiet will Gattermann nichts sagen. Eben nur, dass Aldi für sich berechnet habe, dass zwei Filialen in kurzer Entfernung zueinander nicht gewollt sind.

Die Stadtverwaltung schätzt es jedenfalls als sehr realistisch ein, wie Stadtsprecher Thomas Wahmes sagt, dass dort wieder ein Nahversorger ansiedeln wird. Wichtig sei, dass der Standort entsprechend vermarktet werde, sagt Wahmes. Dass sich die Stadt ebenfalls darum bemüht – immerhin wollten Politik und Verwaltung damals sicherstellen, dass dort ein Nahversorger bauen kann –, ist nach Wahmes’ Schilderung jedoch abwegig. „Das ist nicht Kerngeschäft der Verwaltung“, sagt er.

Aldi an der Tunnelstraße. Foto: Wal
  • Aldi an der Tunnelstraße. Foto: Wal

Sollte der Plan nicht aufgehen und dort eine Lücke in der Versorgung entstehen, würden die Menschen aus Groß- und Klein Hilligsfeld und aus Rohrsen sich ein anderes Einkaufsziel suchen müssen. Rolf Quiring aus Groß Hilligsfeld hatte schon in der vergangenen Woche gegenüber der Dewezet erklärt, er würde dann nach Bad Münder zum Einkaufen fahren. Dort gebe es dann alles an einem Platz. Für alle anderen, die Hameln dann trotzdem die Treue halten wollten: Die nächstgelegene Einkaufsmöglichkeit wäre dann in Afferde.

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