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Daniela Weibler kommt am Freitag in die Geschäftsstelle in Hameln

Aus dem TV ins Dewezet-Café: Hobbybäckerin verschenkt Pralinen

veröffentlicht am 03.12.2015 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:29 Uhr

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Die Hände voll beschmiert mit Schokolade, die Zeit im Blick, aber dennoch ganz gelassen: Daniela Weibler ist mittlerweile Kamera erprobt. Während die Hobby-Bäckerin fotografiert und gefilmt wird, rollt sie die Schokoladenmasse zu kleinen Pralinen. Bei der TV-Sendung „Das große Backen“ kam sie bis ins Finale, jetzt steht sie den Dewezet-Redakteuren Rede und Antwort. „Ich habe mittlerweile gelernt, gleichzeitig zu backen und zu reden“, sagt sie mit einem Lächeln im Gesicht. Und das vor allem in fremden Küchen.

Mit Matcha-Tee,

Cassis-Pulver und Rosenwasser verfeinert

In den Räumen von Engleders Partyservice im Hamelner Klütviertel findet sich die junge Frau aus Hachmühlen schnell zurecht. Die Zutaten für die Pralinen hat sie selbst mitgebracht. Fünf verschiedene Sorten möchte sie heute herstellen; Cassis-Trüffel, Matcha-Trüffel, Avocado-Trüfel, Oreo-Trüffel und Marzipan-Pralinen – mit Rosenwasser verfeinert. Am Freitag wird sie diese im Dewezet-Café an der Osterstraße in Hameln den Gästen anbieten: übrigens alles eigene Rezeptkreationen. „Ich liebe Pralinen“, gesteht die junge Frau. Ihre Augen leuchten, mit Begeisterung berichtet sie von ihrer ersten eigenen Pralinenherstellung: „Meine Schwester und ich brauchten eine nette Idee für den 50. Geburtstag unseres Vaters“, erinnert sie sich. Da er gerne Pralinen ist, war die Idee schnell gefunden. An der Umsetzung haperte es bei Daniela Weibler und ihrer Schwester selbstverständlich erst recht nicht: Wer gerne backt, in der Küche werkelt und Spaß an der Sache hat, dem gelingt es auch. Und Pralinen herzustellen, das sei auch gar nicht so schwierig. Nur wenige Zutaten kommen in die Masse, die – und darauf sollte man besonders achten – kühl stehen muss. „Die Pralinen müssen ja gut gerollt werden können“, sagt Daniela Weibler. Und je wärmer, desto schwieriger wird’s. Da kann die Hobbybäckerin selbst ein Lied von singen: Waren die ersten Schokopralinen noch schön glatt und gingen gut weg von den Händen, so sehen die letzten an der Oberfläche schon sehr geriffelt aus. Immer wieder geht die junge Frau zum Waschbecken und wäscht sich die Hände, zuerst mit warmem Wasser, damit die Schokolade auch abgeht, dann mit kaltem, um die Hände fürs Rollen vorzubereiten. Ihr Tipp: „Mit Puderzucker geht es besser.“ Während Turner ihre Hände vor dem Sport meistens mit Kreide einreiben, damit sie nicht so schnell abrutschen, greift Daniela Weibler zu Puderzucker. Wichtig: „Die Pralinen sollten schnell gerollt werden.“ Und dann wieder ab in den Kühlschrank.

Fünf Rezepte liegen neben Daniela Weibler auf der Arbeitsplatte. Nur selten wirft sie einen Blick drauf, obwohl sie keines der Pralinenrezepte vorher schon einmal getestet hat. „Ich probiere gerne mal etwas Neues“, erzählt sie. Eigens Cassis-Pulver hat sie für die Herstellung bestellt. Auch an grünen Matcha-Tee wagt sich die Hobbybäckerin. Und die Schokoladenmasse besteht aus Oreo-Keksen. Auf zusätzlichen Zucker verzichtet sie ganz. Die Süße kommt allein aus der Schokolade oder wie bei einer Sorte vom Ahornsirup. „Ich mag das Herbe an den Pralinen“, gesteht sie und hofft natürlich auch, den Geschmack der Café-Gäste zu treffen. Doch sie weiß auch: „Geschmäcker sind verschieden.“ Das habe sie aber in TV-Sendung nicht davon abgehalten, nach ihren Ideen zu backen, obwohl sie wusste, dass der eine oder andere Juror es lieber anders mag. Wahrscheinlich sei es auch diese Einstellung gewesen, überlegt Daniela Weibler, mit der sie es direkt ins Finale geschafft habe: „Ich bin mit dem Druck anders umgegangen.“ Heißt: Sie hat sich gar nicht erst welchen gemacht. Bei der Pralinenherstellung kommt der Druck heute von ganz alleine: Die Zeit läuft der jungen Frau ein bisschen davon, denn die Pralinen müssen ja noch ummantelt werden. Ob mit Kakao, Puderzucker, Nüssen – Grenzen gibt’s nicht.

4 Bilder
Schokolade ist eine schmierige Angelegenheit. kk (2)

Ihr Telefon klingelt. „Können Sie es mir bitte mal ans Ohr halten?“, fragt sie und hält ihre jetzt wieder mit Schokolade beschmierten Hände in die Luft. „Pralinen zu machen, ist immer eine richtige Schweinerei“, sagt sie und lacht. Doch dafür schmecken die selbstgemachten einfach besser. Zwar sehen sie nicht genormt aus, aber gerade den Hang zum Unperfekten mag Daniela Weibler. Eigentlich hätte sie heute auch noch mehr als „nur fünf“ Rezepte dabei: „Ich konnte mich Zuhause einfach nicht entscheiden“, erzählt sie. Doch das hat sie nun, und die Zeit dabei wieder fest im Blick.

19.30 Uhr: Zeit, um zurück nach Hachmühlen zu fahren. Die Pralinen sind fertig gerollt und gewälzt oder entsprechend überzogen. Was sie jetzt zuhause noch macht? „Vielleicht etwas kochen?“, schmunzelt sie. Also wieder lange in der Küche stehen? „Nein, beim Kochen kann ich nicht so viel ausprobieren“, erklärt sie. Ihre Lieben mögen nicht so viel Ausgefallenes. Das tischt Daniela Weibler erst wieder am nächsten Tag auf, wenn’s ans Süße geht: „Ich mache auch gerne Snickers und Mozartkugeln selbst“, erzählt sie. Beim Backen gibt’s bei ihr eben nichts, was es nicht gibt. Sie werden es schmecken. Guten Appetit!

Am Freitag, 4. Dezember, wird Daniela Weibler um 14 Uhr im Dewezet-Café, Osterstaße 15-19, Hameln, Kostproben ihrer Pralinen anbieten. Zudem steht die Hobbybäckerin den Gästen Rede und Antwort. Auch am Freitag, 11. und 18. Dezember wird sie im Dewezet-Café vor Ort sein: Dann verkauft sie selbst gebackenen Kuchen. Soviel sei schon verraten: In der kommenden Woche gibt es Schokoladen-Gewürzkuchen mit Rotweinglasur.



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