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80.000 Euro Fördermittel für Sanierungen in der Altstadt abgerufen

Aus alt mach hübsch

veröffentlicht am 29.06.2016 um 15:52 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:25 Uhr

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Autor:

Birte Hansen

Ein Jahr ist es her, dass Hameln mit dem Gebiet der Altstadt in das bundesweite Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ aufgenommen wurde. Profitieren können davon Eigentümer von Häusern in der Altstadt – wenn sie ihr Haus sanieren. Ein erstes Fazit der Stadt lautet: „Das Programm ist gut angenommen worden.“

Im vergangenen Jahr sind demnach neun Maßnahmen gefördert worden mit insgesamt 80 000 Euro. Kalkuliert hatte die Stadt zunächst mit 75 000 Euro für 2015 – „das hat also gepasst“. Für das laufende Jahr liegen bislang acht Anträge vor, die derzeit geprüft würden. 150 000 Euro stehen für 2016 zur Verfügung, je ein Drittel wird von der Stadt, dem Land und dem Bund getragen.

Derzeit werde überlegt, ob ein weiterer Stichtag für die Antragsabgabe angeboten wird. Der erste (und ursprünglich einzige) war der 1. April, doch „es könnten für 2016 noch ein paar mehr Anträge werden“, sagt ein Verwaltungssprecher.

Welches Gebäude nun mithilfe öffentlicher Mittel saniert wird, will die Verwaltung nicht bekannt geben, „weil die Eigentümer das nicht möchten“. Das Programm, sprich das zur Verfügung gestellte Geld, soll es den Eigentümern erleichtern, beispielsweise Sanierungsfehler aus den 70er- bis 90er-Jahren zu korrigieren. Damals wurde aus heutiger Sicht „unfachgerechtes“ Material benutzt, das vor allem Fachwerkkonstruktionen eher schadete als längere Haltbarkeit sicherzustellen. Wurden Fassaden beispielsweise mehrfach neu gestrichen mit dem falschen Mittel, konnten sich darunter Feuchtschäden noch fortsetzen. „Somit ist ein Wiederholungsanstrich oftmals nicht ausreichend, um die Fassade instand zu setzen.“ Allerdings wiesen bislang nur wenige der bereits in die Förderung aufgenommen Objekte diese Merkmale auf. Gefördert würden aber auch andere Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen.

Dazu zählten das „Schaffen von barrierefreien Zugängen“, die Instandsetzung von Dächern und Wänden, aber auch „Maßnahmen von Herstellung von Belichtung“ und „Maßnahmen zur Anpassung an gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse“, wie es etwas kompliziert in dem Flyer heißt, können gefördert werden.

Wie viel Geld einem Eigentümer eines Baudenkmals zur Verfügung gestellt wird, hängt von der Summe ab, die er investieren muss. Er erhält einen Zuschuss von maximal 35 Prozent und maximal 20 000 Euro. Unter bestimmten Voraussetzungen können auch Eigenleistungen anerkannt werden.

Um in den Genuss der Förderung zu kommen, muss das Gebäude übrigens nicht zwingend unter Denkmalschutz stehen. „Im Sinne des Ensembleschutzes des Gesamtbildes der Altstadt sind auch Maßnahmen an nicht denkmalgeschützten Bauten förderfähig“, ergänzt die Stadt. Relevant ist der Standort in der Altstadt – das Gebiet wird von den Wallstraßen und der Weser umgrenzt. Die altstadtseitige Bebauung von Kastanien-, Ostertor-, Münster- und Thiewall sind enthalten. 2014, 2015 standen laut Andreas Kübler, Pressesprecher beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit Bundesmittel, in Höhe von 110 Mio. Euro zur Verfügung, davon 70 Mio. Euro für die neuen Länder und 40 Mio. Euro für die alten Länder zur Verfügung. 2016 sind es 110 Mio. Euro – abzüglich der globalen Minderausgabe von 7 Prozent, also 102,3 Mio. Euro.

Die Mittelbereitstellung für das Jahr 2017 wird voraussichtlich noch vor der Sommerpause von der Regierung beschlossen und durchläuft dann das parlamentarische Verfahren, so Kübler auf Anfrage. Wer Fragen zu dem Förderprogramm hat, kann sich an die Abteilung Stadtentwicklung und Planung wenden unter Telefon 05151/2021486 oder per Mail an altstadt@hameln.de



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