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Nachfrage nach Arbeitskräften weiter auf hohem Niveau/ Ausbildungsmarkt in entscheidender Phase

Aufschwung am Arbeitsmarkt setzt sich fort

HAMELN. Der saisonale Aufschwung am Arbeitsmarkt hat sich wie erwartet auch im April fortgesetzt. Letzte Wiedereinstellungen nach der Winterpause wurden vorgenommen und nach Ostern neue Arbeitskräfte eingestellt. Insgesamt 1207 Arbeitslose meldeten sich in Arbeit ab. Damit setzte sich die Frühjahrsbelebung weiter fort und die Zahl der im Weserbergland arbeitslos gemeldeten Menschen sank gegenüber dem Vormonat um 461 auf 12 262.

veröffentlicht am 03.05.2017 um 18:54 Uhr

Im Vergleich zu April 2016 sind 1029 Männer und Frauen weniger arbeitslos gemeldet.

Von der Entwicklung profitierten vorrangig die arbeitsuchenden Menschen im konjunkturabhängigeren Rechtskreis SGBIII: Die Zahl der bei den Arbeitsagenturen arbeitslos gemeldeten Menschen sank gegenüber Vormonat um 494 auf 3918. Bei den Jobcentern ist dagegen ein leichter Anstieg der Arbeitslosenzahl um 33 auf 8344 zu verzeichnen. Anders die Entwicklung im Vorjahresvergleich: die Zahl der bei den Arbeitsagenturen gemeldeten Arbeitslosen liegt gegenüber April 2016 um 55 niedriger. Bei den Jobcentern sind dagegen 974 weniger Menschen als im Vorjahr arbeitslos gemeldet.

Die seit Februar beobachtete, saisonal verstärkte Nachfrage nach Arbeitskräften setzte sich auch im April fort: 980 Arbeitsstellen wurden neu zur Besetzung gemeldet. In den vier Monaten seit Jahresbeginn wurden insgesamt 3604 Arbeitsstellen gemeldet.

Ursula Rose, Vorsitzende der Geschäftsführung bei der Agentur für Arbeit Hameln, ermuntert die ausbildenden Unternehmen zur Initiative: „Jetzt ist der Zeitpunkt, Entscheidungen zu treffen und Bewerbenden zuzusagen, bevor sich diese anders orientieren. Auf weitere Bewerber zu warten, ist wenig zielführend. Auch stellen Arbeitgeber, die vermeintlich schwächeren Ausbildungssuchenden eine Chance geben, im Nachhinein oft fest, doch die erste Wahl getroffen zu haben.“

Im aktuellen Berufsberatungsjahr, das vom 1. Oktober 2016 bis zum 30. September 2017 läuft, wurden 2457 Ausbildungsplätze zur Besetzung gemeldet, 15 Lehrstellen mehr als im April des vergangenen Jahres. 2667 Jugendliche haben sich auf der Suche nach einer Lehrstelle bei der Berufsberatung gemeldet. Davon suchten im April noch 1466 Jugendliche einen Ausbildungsplatz, dem standen mit 1459 etwa genauso viele unbesetzte Lehrstellen gegenüber. Im Bezirk der Arbeitsagentur Hameln waren im April 2947 Ausländer arbeitslos gemeldet, 277 mehr als vor einem Jahr. Zu der Gruppe der Ausländer gehören sowohl Menschen, die schon länger im Weserbergland leben, als auch neu hinzugekommene Flüchtlinge. Die Anzahl derer, die aus ihrem Heimatland geflohen sind und sich bei den Jobcentern und Arbeitsagenturen im Agenturbezirk Hameln arbeitslos gemeldet haben, belief sich im April auf 1167 Personen. Weitere 1228 Geflüchtete befanden sich in Integrationskursen und Qualifizierungsmaßnahmen.

Ergänzend zur gesetzlich definierten Arbeitslosenzahl veröffentlicht die Agentur für Arbeit Angaben zur Unterbeschäftigung. Hiermit werden neben den Arbeitslosen auch Personen dargestellt, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie erkrankt sind oder an Maßnahmen teilnehmen. Die Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) betrug nach vorläufigen Angaben im April 17037 Personen, das waren 122 mehr als im vergangenen Jahr. Die Unterbeschäftigung stieg damit im Gegensatz zur Arbeitslosigkeit an. Die Unterbeschäftigungsquote betrug 8,7 Prozent, genau wie im April 2016.

Information

Umbrüche und Krisen

Vom 3. bis zum 12. Mai wird die Wanderausstellung „Die Geschichte der deutschen Arbeitsverwaltung – Von der Stempelbude zur modernen Dienstleistungsbehörde“ im Foyer der Arbeitsagentur Hameln, Süntelstraße 6 in Hameln gezeigt.

Zwölf Schautafeln veranschaulichen, aus welchen Wurzeln die Arbeitsverwaltung gewachsen ist und welche Umbrüche und Krisen sie im Laufe der Jahrzehnte bewältigt hat. Drei Vitrinen und eine Schautafel mit lokalen Objekten und Fotos stellen einen regionalen Bezug zur Arbeitsagentur Hameln her. Zur Ausstellung gibt es ein Begleitheft, das sich mit den Inhalten der Schautafeln deckt. Druckexemplare zum Mitnehmen liegen bei der Ausstellung bereit. Die Führungsakademie der Bundesagentur für Arbeit hat die Ausstellung zur Geschichte der Bundesagentur erstellt, die auf „Wanderschaft“ geht und in Regionaldirektionen und Arbeitsagenturen im gesamten Bundesgebiet gezeigt wird.



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