weather-image
22°
Aufwendige Bergungsaktion mit einem Autokran / Kampfmittelräumfirma ist am Ufer auf Bombensuche im Einsatz

Aufregung an der Weser: Ein Bagger gerät in „Seenot“

Hameln (tis). Aufregung an der Weser: Ein Kleinbagger ist am Sonntag bei vorbereitenden Maßnahmen zum Neubau des westlichen Teils der Münsterbrücke quasi in Seenot geraten. Das Arbeitsgerät einer Fachfirma für die Beseitigung von Kampfmitteln musste in einer aufwendigen Aktion mithilfe eines Autokrans vor den stetig steigenden Fluten der Weser gerettet werden.

veröffentlicht am 15.11.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 15:41 Uhr

Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

„Die Fachfirma ist zurzeit damit beschäftigt, den Bereich der Baustelle nach möglichen Bombenfunden abzusuchen. Wir haben als Bauträger Luftbilder angefordert, die sind ausgewertet worden und nun wird gezielt gesucht“, erklärt Markus Brockmann, Leiter des Geschäftsbereiches Hameln in der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Bisherige „Ausbeute“: Fahrräder, Kochtöpfe und andere Utensilien.

Bei der Suche werden Taucher eingesetzt, aber auch Baumaschinen. Einen Klein-Bagger der Firma hatten die Arbeiter vor dem Wochenende auf einer kleinen Landzunge an der Inselstraße abgestellt, die zu dieser Zeit noch trockenlag. Dann setzte der Regen ein, das Weserwasser stieg. Am Samstag um 4.15 Uhr wurden am Pegel Wehrbergen noch zwei Meter gemessen, am Sonntag um 10 Uhr waren es bereits 4,43 Meter, bevor die Weser nach einem Höchststand von 4,65 Metern um 16 Uhr wieder sank. „Der Bagger drohte abzutreiben, Öl hätte ins Wasser gelangen können. Daher habe ich am Sonntagmorgen veranlasst, dass umgehend die Baufirma informiert wird“, erklärt Markus Brockmann. Da der Bagger vom Ufer aus nicht mehr erreichbar war, wurde ein Autokran angefordert und ein Arbeiter in einem Korb zu dem Bagger herabgelassen. Er befestigte Ketten an der Maschine: Wenig später schwebte der Bagger sicher wieder an Land zurück.

Der Leiter der Landesbehörde geht davon aus, dass die Suche nach den Kampfmitteln im Laufe der Woche abgeschlossen sein wird. Noch in diesem Jahr sollen dann die Rammarbeiten für die Behelfsbrücke beginnen. Sie wird nördlich der alten Brücke zwischen der Pyrmonter Straße/Brückenkopf und dem Werder entstehen und während der Bauarbeiten den Verkehr aufnehmen. Danach folgt der Bau einer ersten Stützmauer für die Behelfsbrücke im Bereich zum Brückenkopf. „Einen genauen Zeitraum zum weiteren Ablauf kann ich noch nicht sagen“, erklärt der Behördenchef. Dringende Eile sei nicht geboten, vielmehr lege seine Behörde Werte darauf, dass die Arbeiten gut vorbereitet werden und dann zügig voranschreiten. Markus Brockmann weist darauf hin, dass rechtzeitig informiert werde, wenn sich die Baumaßnahmen einschneidend auf den Verkehr auswirken würden.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare