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Autogrammwünsche und viel Lob für das Ensemble und den Nachwuchs

Auf Tuchfühlung mit den Stars: Nach der Premiere wird angestoßen

Hameln. Die „kleinen Johannas“ gibt’s nach der Premiere nur im Dreier-Pack: Vergnügt marschieren sie Hand in Hand immer wieder über den roten Teppich, der vor dem Theater ausgerollt ist. Joelle Keuneke hat ihre Feuertaufe gerade bestanden und wird als Kinderstar gefeiert. Luna Schubert und Sina Marie Dieckhoff fiebern ihren Auftritten noch entgegen, sind aber schon von dem After-Show-Zauber völlig fasziniert. „Der rote Teppich ist toll“, strahlt Joelle. Autogramme geben auch. Und das müssen die drei Mädchen an diesem Abend. In noch etwas ungelenken Buchstaben kritzeln sie ihre Namen auf Eintrittskarten und Notizblöcke. Auch Autogramme geben will gelernt sein. „Päpstin“ Sabrina Weckerlin, die ihre kindlichen Alter Egos nach der Premiere herzlich drückt und mit ihnen für Fotos posiert, hat da schon jede Menge Erfahrung. Der Musical-Star, der gerade in einer großartigen Aufführung brandenden Applaus, Bravo- und Jubelrufe erntete, ist von Gästen umlagert, die jetzt das Gespräch mit der Sängerin suchen. Aber auch mit anderen Ensemble-Mitgliedern, die sich nach der Premiere entspannt unter das Volk gemischt haben. Da kann es schon mal passieren, dass Musical-„Gerold“ Mathias Edenborn zur Kamera greift, um eine Besucherin mit seinem Kollegen Claus Dam abzulichten. Andere Darsteller feiern den Hamelner Erfolg mit einem Gläschen Sekt: Auf diese großartige Resonanz muss angestoßen werden. „Physikalisch betrachtet, war mehr gar nicht möglich“, freut sich Produzent Peter Scholz: „Das war die volle Punktzahl.“

veröffentlicht am 20.08.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 17:41 Uhr

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Autor:

Karin Rohr
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Das euphorische Theaterpublikum in Hameln hat auch Tina Hallemann beeindruckt, die extra von Dransfeld bei Göttingen in die Rattenfängerstadt gereist ist, um die „Päpstin“ zu sehen. Sie ist Fan, hat schon Aufführungen in Fulda erlebt und findet: „Hier in Hameln war die Stimmung noch besser, da sind die Darsteller noch gewachsen.“

Dass so eine gewaltige Inszenierung im heimischen Theater möglich ist, hat viele positiv überrascht. Der „mystische Pfeifer“ aus dem Rattenfänger-Jubiläumsjahr, Brian Boyer, gibt unumwunden zu: „Das hätte ich mir auf der Hamelner Bühne so nicht vorstellen können.“ Und lobt: „Die gesamte Inszenierung inklusive Licht- und Tontechnik war wunderbar.“ Andere beklagen Defizite beim Ton: Jürgen Schoormann findet die Musik in Boxennähe zu laut. „Bei der Tontechnik muss noch nachgebessert werden“, meint auch Anke Rettkowski, Produzentin der Musicals „Rats“ und „Münchhausen“. Das Bühnenbild sei grandios: „Es hat mir auch gezeigt, dass wir mit ,Rats’ richtig liegen.“

Superintendent Philipp Meyer bescheinigt den „Päpstin“-Songs „Hit-Qualität“. Besonders gut habe ihm die Szene mit dem Abt in Fulda gefallen, anderes sei dagegen sehr kräftig in den Farben, meint Meyer: „Aber aus solchem Stoff sind Legenden gestrickt.“ Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann hat nicht nur die „herausragende Sangeskunst“ von Sabrina Weckerlin tief beeindruckt, es erfüllt sie auch Stolz, dass „Kinder aus unserer Region so fantastisch spielen.“ Resümee des Stadtoberhauptes: „Die HMT hat alles richtig gemacht“.

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  • Musical-Produzent Peter Scholz (li.) im Gespräch mit Frank Lücke von der HMT.
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  • Angeregt plaudern die Premierenbesucher im Theaterfoyer.
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  • Locker, gelöst und für Fragen der Premierenbesucher offen: Musical-Star Sabrina Weckerlin. Fotos: Wal
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HMT-Chef Harald Wanger trägt denn auch nicht von ungefähr ein Dauerlächeln. Erfolgreicher hätte die Premiere nicht laufen können. Foyer und Theatervorplatz sind mit Pflanzen, Fackeln, Laternen und Teelichten herausgeputzt. An den Stehtischen plaudern festlich gekleidete Premierengäste angeregt miteinander. Die Buffet-Häppchen kommen gut an. Sekt, Wein und Bier, aber auch Wasser, fließen an diesem schwülwarmen Abend in Strömen. Die Gratulationen zur gelungenen Premiere nimmt der HMT-Chef nur zu gern entgegen. Wenn sie nicht gerade bei dem CDU-Ratsherrn Thomas Meyer-Hermann landen: Der wird an diesem Abend wiederholt mit „Herr Wanger“ angesprochen. Verflixt, die beiden sehen sich aber auch wirklich sehr ähnlich. Also, Kopf hoch – und gemeinsam aufs Foto…

Bildergalerie im Internet unter dewezet.de, Video folgt.

Mathias Edenborn, der Musical-„Gerold“, greift selbst zur Kamera (li.) und lichtet seinen Kollegen mit einer Besucherin ab, Ensemble-Mitglieder feiern nach der Premiere (re.).

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