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Streuobstwiese in Klein Berkel?

Auf Huhn folgt Apfel

An der Straße Hohe Linden soll eine Streuobstwiese entstehen. Vorher muss Dirk Lücke noch einige Pächter, mit denen er sich nicht über die Pacht einig geworden ist, überzeugen, die Grundstücke räumen (wir berichteten). Der Eigentümer möchte jetzt einen „Nutzen für die Öffentlichkeit“ schaffen.

veröffentlicht am 25.06.2017 um 14:21 Uhr

Ein Streuobstwiese für alle: Auf dieser Brache in Klein Berkel würde Dirk Lücke das Projekt gern verwirklichen. Foto: Dana
Birte Hansen

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Birte Hansen-Höche Reporterin zur Autorenseite
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KLEIN BERKEL. Dort, wo jetzt noch Hühner Eier legen und Tauben flattern, möchte Dirk Lücke künftig Obstbäume sehen. Eine Streuobstwiese soll an der Straße Hohe Linden entstehen, erzählt er der Dewezet von seinen Plänen. Vorher müssen noch einige Pächter, mit denen Lücke sich nicht über die Pacht einig geworden ist, die Grundstücke räumen (wir berichteten). Einen „Nutzen für die Öffentlichkeit“ möchte der Eigentümer Lücke jetzt schaffen, sagt er. Und habe sich mit seinen Plänen auch an den Ortsrat gewandt, um ihm die Möglichkeit zu geben, sich einzubringen mit Ideen und Vorschläge zu machen.

Vorteile für die Allgemeinheit zu entwickeln, das sei sein Ziel für das Grundstück, erklärt Lücke im Gespräch. Ein wirtschaftliches Interesse liege dem Vorhaben nicht zugrunde, beteuert er. Auch, wenn das Schaffen von Streuobstwiesen von mehreren Seiten finanziell gefördert werden kann, beispielsweise von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung.

Lückes Darstellung, dass der Ortsrat freundlich eingeladen und ihm angeboten worden sei, sich zu beteiligen, stimmt nicht ganz mit der Schilderung des Ortsbürgermeisters Kurt Meyer-Bergmann überein. Lücke habe eher „sehr massiv deutlich gemacht, dass er dort eine Streuobstwiese mit dem Nabu errichten will“, rekapituliert Meyer-Bergmann ein Gespräch zwischen Ortsrat und dem Grundstückseigentümer. Grundton des Gesprächs war nach Meyer-Bergmanns Wahrnehmung eher: „Der Ortsrat sollte helfen bei der Umgestaltung.“ Das werde allerdings nicht passieren, macht Meyer-Bergmann deutlich.

Gelungenes Beispiel in Hameln. Foto: Dana
  • Gelungenes Beispiel in Hameln. Foto: Dana

„Streuobstwiesen sind immer ein Geschenk an die Natur“, macht Christian Weidner vom Nabu Hameln-Pyrmont deutlich. Mit ihnen, stellt er klar, lasse sich „kein Gewinn erwirtschaften“, sie hätten keinen kommerziellen Wert. „Das Ganze erfordert viel Idealismus beziehungsweise die Erkenntnis, wie bedeutsam Obstwiesen zum Erhalt und zur Förderung von Artenvielfalt sind“, sagt Weidner, „und dass wir alle viel mehr davon profitieren, als in Geld auszudrücken ist.“ Eine Streuobstwiese sei auf einen Zeitraum von mindestens 70 Jahren angelegt, um ihren eigentlichen Wert zu entfalten. „Überhaupt rechnet man bei der Neugestaltung von Naturräumen damit, dass etwa 150 Jahre vergehen müssen, bis ein einigermaßen natürlicher Zustand erreicht werden kann.“

An eine Förderung durch die Bingo-Stiftung sind, so ergänzt Weidner, Bedingungen geknüpft. Geld gibt es nur, „wenn es sich um ein Projekt handelt, welches mit Umweltpädagogik verbunden wird.“ Als Beispiel nennt Weidner die Gärten der KGV Riepenbach in Wangelist der Fall ist. Dort ist in den vergangenen Jahren ein „Bingo-Förderprojekt mit Beteiligung des Nabu“ entstanden.

Wann mit dem Gestalten des Grundstücks begonnen werden soll, ist noch offen. Konkrete Pläne gibt es laut Lücke noch nicht.



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