weather-image
28°
Probleme mit Jetski-Fahrern

Auf der Weser: Unerlaubt unterwegs?

HAMELN. Der Sommer war (und ist noch) gut; die Weser ein Anziehungspunkt. Doch nicht alles, was am und auf dem Wasser passiert, ist zur Freude aller. Denn: Wer sich unerlaubt Zutritt zur Weser verschafft, ein Wasserfahrzeug reinlässt und mit diesem nicht ordnungsgemäß fährt, macht sich nicht nur strafbar, sondern gefährdet auch andere.

veröffentlicht am 07.09.2018 um 13:52 Uhr
aktualisiert am 07.09.2018 um 20:20 Uhr

Wildes und und zu schnelles Fahren samt Kunststücken ist Jetski-Fahrern auf der Weser untersagt. Foto: pixabay
Karen Klages

Autor

Karen Klages Reporterin zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Laut Augenzeugen seien in diesem Sommer vermehrt Jetski-Fahrer (auch Wassermotorräder genannt) auf der Weser im Hamelner Stadtgebiet gesichtet worden. Erlaubt ist das Jetski-Fahren zwar auf der Weser – „aber nur von A nach B“, wie Ralph Schwekendiek vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Hann. Münden (WSA), Außenbezirk Hameln, anmerkt. „Kunststückchen“, wie sich auf der Stelle drehen, wilde Kurven fahren und so so weiter, das ist nur in einem ausgewiesenen Streckenabschnitt bei Rinteln gestattet. Die in Hameln beobachteten Fahrer sollen – übrigens ohne Kennzeichen und vorgeschriebene Rettungsweste – allerdings genau solche Künststücke gedreht haben. „Das ist vor allem für Ruderer gefährlich“, sagt Matthias Albrecht, 1. Vorsitzender des Motorboot-Clubs Hameln. Er selbst weiß, wie wichtig Rücksichtnahme auf der Weser ist.

Die Mitarbeiter vom WSA geben Informationen, die ihnen über unerlaubtes Fahren auf der Weser zugetragen werden, an die Wasserschutzpolizei weiter; denn diese – angesiedelt in Nienburg – ist immer noch für Hameln zuständig. „Wir sind auf Hinweise angewiesen“, sagt deren Leiter Frank Schäfer. Denen sei die Wasserschutzpolizei nachgegangen, hat aber während ihrer Streife kein einziges Wassermotorrad auf der Weser in Hameln gesichtet. Die Behörde bleibt dran; womöglich neige sich die Saison dem Ende zu; auch der niedrige Wasserstand könnte eine Rolle dabei spielen, dass sich nicht mehr alle aufs Wasser trauen.

Wer einen Jetski-Fahrer bei Kunststücken beobachtet, kann auch die Polizeidienststelle vor Ort kontaktieren. Eine Streifenwagenbesatzung könne die auf dem Wasser befindlichen Jetskis allerdings nur schwer erreichen. Stephanie Heineking-Kutschera, Pressesprecherin der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden, bittet darum, – sofern es denn vorhanden ist – die Kennzeichen der Jetski-Fahrer durchzugeben. Jörg Menze, Reeder und Inhaber der Flotte Weser, hatte vor ein paar Jahren Probleme mit Jetski-Fahrern, die er aber im Gespräch mit den Beteiligten gelöst habe.

An dieser Rampe gegenüber dem Wouldham Camp – dem ehemaligen Britengelände an der Ohrschen Landstraße – seien laut Augenzeugen die Wassermotorräder in die Weser gelassen worden. Dabei ist dies keine öffentlich zugängliche Slipanlage. Foto: kk
  • An dieser Rampe gegenüber dem Wouldham Camp – dem ehemaligen Britengelände an der Ohrschen Landstraße – seien laut Augenzeugen die Wassermotorräder in die Weser gelassen worden. Dabei ist dies keine öffentlich zugängliche Slipanlage. Foto: kk

Was die Problematik in diesem Sommer in Hameln noch verschärft hat: Die Wassermotorräder wurden laut Augenzeugen nicht an der öffentlich zugänglichen und kostenlosen Slipanlage an der Sumpfblume (wo sie sofort jeder sehen würde) reingelassen, sondern an einer Rampe gegenüber dem Wouldham Camp. Diese Rampe gehört der Stadt Hamel. Das umliegende Gelände ist weder eingezäunt noch abgetrennt und wie Sprecher Thomas Wahmes sagt, sei das Problem mit den Jetski-Fahrern bislang nicht bekannt gewesen. An dieser Rampe seinen Jetski zu Wasser zu lassen ist laut Wahmes aber „offiziell nicht erlaubt“, gleichzeitig spricht er von einer Grauzone, da dort bisher keine Verbotsschilder stehen. „Wir überlegen jetzt, wie wir damit umgehen“, sagt der Stadtsprecher und verspricht: „Wir werden es im Blick behalten“.

Information

Auch hier gibt es ein Tempolimit

Die Höchstgeschwindigkeit auf der Weser liegt bei 35 km/h, im Stadtgebiet darf man mit der Strömung 18 km/h fahren, gegen die Strömung 12 km/h. „Die Geschwindigkeit hat mit der Wellenströmung zu tun“, erklärt Ralph Schwekendiek, Leiter der Außenstelle des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes in Hameln.kk



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Mehr Artikel zum Thema
Anzeige
Weiterführende Artikel

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare