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Bürger können Proben abgeben und kontrollieren lassen

Auf der „Reinwasser“ wird Brunnenwasser untersucht

Hameln (red). Der VSR-Gewässerschutz bietet an, oberflächennahes Grundwasser, das Bürger aus einem Brunnen nutzen, zu untersuchen.

veröffentlicht am 07.08.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 19:41 Uhr

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Durch die landwirtschaftliche Nutzung großer Flächen in der Region gelangen häufig Nitrate und Pestizide in das Grundwasser, auch Krankheitserreger können im Wasser enthalten sein. Um auszuschließen, dass das Wasser verunreinigt ist, bietet der Verein eine Untersuchung des Wassers beim Laborschiff Reinwasser der Gewässerschutzorganisation an.

Das Schiff legt am Montag,

13. August, an der Liegestelle in Hameln neben dem Schiff der Marinekameradschaft „Pluto“ an. Von 15 bis 17 Uhr können Bürger ihre Wasserproben dort abgeben, das Laborschiff ist über den Parkplatz an der Ruthenstraße oder über die Uferpromenade „Am Anleger“ zu erreichen. Direkt vor Ort wird die sogenannte „Grunduntersuchung“ durchgeführt, dabei wird der Nitrat-, Säure- und Salzgehalt des Wassers bestimmt, so dass der Bürger noch am selben Tag sein Ergebnis wieder abholen kann. Die Untersuchung kostet für die Brunnennutzer zwölf Euro.

Außer der angebotenen Grunduntersuchung können Interessierte auch den Eisengehalt sowie E. coli und halogenhaltige Pestizide bestimmen lassen, wenn sie die Kosten dafür übernehmen. Wenn in einem Brunnenwasser E.coli vorhanden ist, wurden Fäkalkeime eingetragen, die auch gesundheitsgefährdend sein können. Die unsachgemäße Ausbringung von Gülle ist noch immer eine der Hauptursachen für das Auftreten von Keimen im Grundwasser. Diese weiter reichenden Untersuchungen dauern jedoch länger, sie werden nach etwa zwei bis drei Wochen per Post zugesandt. Mit den Messergebnissen können sich die Brunnenbesitzer jederzeit an den VSR wenden, um die Ergebnisse richtig einschätzen zu können. Damit die Ergebnisse auch aussagefähig sind, sollten für die Probenahme und den Transport Mineralwasserflaschen, die zuvor mehrmals mit dem jeweiligen Brunnenwasser gespült wurden, benutzt werden. Am besten die Flaschen erst kurz vor der Abgabe am Labormobil füllen.

Neben der Wasseruntersuchung informiert der VSR am Laborschiff auch allgemein über mögliche Wasserbelastungen und deren Ursachen auch eine individuelle Beratung, in der es konkret um einen Brunnen geht, ist möglich. Außerdem beantwortet Dipl.-Phys. Harald Gülzow, Experte zum Thema Brunnenwasserqualität, freitags zwischen 9 und 12 Uhr Fragen unter der Rufnummer 02831 976523.

Eine der Hauptursachen für durch Nitrat verunreinigtes Grundwasser sieht der VSR-Gewässerschutz bei der Ausbringung von Gülle aus der Massentierhaltung und der Ausbringung von Gärresten aus den Biogasanlagen. Die extreme Zunahme der Maisfelder stelle für das Grundwasser eine zusätzliche Belastung dar, da auf diesen Feldern die Nitratauswaschung besonders hoch ist. Bei flächendeckenden Belastungen erhält der VSR-Gewässerschutz durch die Analyse vieler einzelner Brunnenwässer Informationen über den Zustand des oberflächennahen Grundwassers einer Region. Da das belastete Grundwasser den Bächen, Flüssen und Seen zusickert, wird auch dort die Wasserqualität verschlechtert. Einen Überblick über die Ergebnisse der aktuellen Untersuchung werden vom Verein auf die Region bezogen zusammengestellt und dann an die Öffentlichkeitsarbeit weitergegeben. Aber auch in überregionalen Darstellungen fließen die Ergebnisse der einzelnen Aktionen ein. Die vom VSR-Gewässerschutz in den Jahren 2006 bis 2010 gemessenen Nitratgehalte in den privat genutzten Brunnen im deutschen Einzugsgebiet von Nord- und Ostsee wurden schon in einer Karte zusammengefasst, die im Internet unter www.vsr-gewaesserschutz.de/ zu sehen ist.

Im Laborschiff „Reinwasser“ können alle Interessierten am 13. August Wasserproben untersuchen lassen.

Foto: pr



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