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Ermittlerin verletzt / Verkehrsstau auf der Deisterstraße / „Gefahr im Verzug“

Auf der Jagd nach einem Verbrecher – Bundespolizist verursacht Unfall

Hameln (ube). Bei der Verfolgung eines mutmaßlichen Straftäters hat ein Ermittler (35) der Bundespolizei einen Verkehrsunfall verursacht, bei dem seine Kollegin (40) verletzt wurde. Der Obermeister aus Hannover bog gestern um 9.09 Uhr verbotswidrig von der Koppenstraße nach links auf die Deisterstraße ab. Sein Zivilstreifenwagen prallte mit einem stadteinwärts fahrenden Auto eines Hamelners (62) zusammen.

veröffentlicht am 15.12.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 11:41 Uhr

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Nach Angaben von Polizeioberkommissar Martin Ackert von der Bundespolizeidirektion Hannover wollten die Beamten „einen Straftäter ergreifen“. Nähere Angaben zum Fall wollte Ackert „aus kriminaltaktischen Gründen“ nicht machen. Er sagte aber: „Es geht um ein schwerwiegendes Verbrechen.“

Mit einem Zivilwagen waren die Bundespolizisten am Morgen auf der Koppenstraße unterwegs. Der Fahrer des dunklen BMW hatte weder Blaulicht noch Sirene angeschaltet, als er nach links in Richtung Berliner Platz fuhr. An der Einmündung stehen zwei Schilder – sie weisen darauf hin, dass die Vorfahrt der auf der Deisterstraße fahrenden Autos zu beachten ist und dass an dieser Stelle ausschließlich nach rechts abgebogen werden darf.

Als auf der rechten Fahrspur stadteinwärts ein Stadtwerke-Fahrzeug anhielt, um den BMW vorzulassen, fuhr der Polizist los. Er muss den auf der linken Spur fahrenden Hyundai eines 62-jährigen Hamelners nicht gesehen haben. Es kam zum Zusammenstoß. Die Fahrbahnen waren blockiert, der Verkehr staute sich in beide Richtungen. Zunächst konnten nur Autos und Lastwagen, die in Richtung Innenstadt unterwegs waren, langsam an den Wracks vorbeifahren. Während der Bergung des Zivilwagens musste die vielbefahrene Straße kurzzeitig voll gesperrt werden. Um 9.54 Uhr rollte der Verkehr wieder störungsfrei.

Weshalb sich der Zivilbeamte nicht an die Straßenverkehrsordnung gehalten hat, beantwortet Oberkommissar Ackert so: „Es war Gefahr im Verzug.“ Da Polizisten aber auch in einer solchen Situation vorsichtig fahren müssen und keine anderen Menschen gefährden dürfen, ermittelt die Inspektion Hameln/Holzminden gegen den Obermeister von der Bundespolizei – und zwar wegen fahrlässiger Körperverletzung und Missachtung der Vorfahrt.

Die Polizistin, die auf dem Beifahrersitz gesessen hatte, wurde mit einem Rettungswagen in die Notaufnahme des Sana-Klinikums gebracht. Sie habe „Gott sei Dank keine schwerwiegenden Verletzungen davongetragen“, sagte Oberkommissar Ackert. „Alles deutet derzeit auf ein Halswirbelsäulen-Trauma hin.“

Stau – während der Bergung wurde die Deisterstraße voll gesperrt.

Foto: ube



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