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Kinderleicht-Akademie besucht die Glashütte Hameln

Auf den richtigen Dreh kommt‘s an

HAMELN. Ob Trinkgläser, Blumenvasen oder Tierfiguren – in der Glashütte Hameln im Pulverturm, unter Leitung von Glaskünstler Rene Jacksch, werden viele tolle Dinge aus Glas hergestellt.

veröffentlicht am 08.12.2017 um 17:29 Uhr

Neugierig lassen sich die Teilnehmer der Kinderleicht-Akademie in die Geheimnisse der Glasbläserei einweihen. Foto: ch

Autor:

Cristian Hofer
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Welche Fähigkeiten und welches Werkzeug man dafür benötigt, zeigte Glasmacherin Louise Lang am Donnerstag den Teilnehmern der Kinderleicht-Akademie in der Schauglasbläserei.

Neben jeder Menge Quarzsand, aus dem das fertige Glas größtenteils besteht, benötigt man einen großen Schmelzofen. Dieser wird konstant auf einer Arbeitstemperatur von 1200 Grad gehalten. Um ein Glas zu blasen, nimmt sich die Glasmacherin die sogenannte Pfeife, ein langes Metallrohr zu Hilfe, mit dem sie zunächst einen flüssigen Glasklumpen aus dem Ofen aufnimmt. Anschließend bläst sie Luft durch die Pfeife in den Glasklumpen, sodass ein Hohlkörper entsteht. Beim Glasblasen kommt es jedoch vielmehr auf das permanente Drehen an. Pusten muss man gar nicht so kräftig, verrät Louise Lang den Kindern. Wenn man das heiße Glas nicht drehen würde, tropft es oder fällt komplett von der Pfeife. Da das Glas ziemlich schnell abkühlt, muss die Glasmacherin während ihrer Erklärungen immer wieder zum Ofen gehen und es im Feuer erhitzen. Im nächsten Schritt wird mit einem Bodenbrett der Glasboden geglättet, damit es später sicher steht. Ein farbiger Rand wird mittels eingeschmolzener, gefärbter Glasstückchen aufgesetzt und nach wenigen weiteren Handgriffen ist das Glas fertig.

Damit es aber lange hält, muss es über Nacht in einen der beiden Kühlöfen, die das Glas langsam von 500 Grad auf Zimmertemperatur abkühlen.

Neben Trinkgläsern werden übrigens auch Glasfiguren wie Pferde und Enten in der Schauglasbläserei hergestellt. Diese werden allerdings nicht mit der Pfeife geblasen, sondern an einer Eisenstange gezupft. Hierzu nutzt Rene Jacksch verschiedene Scheren, Holzwerkzeuge und sogar nasse Zeitungen.



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