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Individualurlaub mit Kajak und Kanadier / Immer mehr genießen Ruhe und Natur der Flusslandschaft

Auf dem Wasserweg durchs Weserbergland

Hameln (gro). Ruhig gleiten sie mit ihrem Kanadier auf der Weser dahin, „stechen“ ab und zu mit dem Paddel in das Wasser, Petra Holtbern links und Udo Borm rechts. Seit vier Tagen sind die beiden Oberhausener flussabwärts unterwegs. Gestartet sind sie in Hannoversch Münden. Jetzt erreichen sie Hameln. Am Bootsanleger des Kanu-Clubs gehen sie an Land, bauen ihr Zelt auf und übernachten dort. Die beiden Freizeit-Paddler genießen es, individuell Urlaub zu machen und alles unterwegs dabei zu haben. Seit 25 Jahren kann sich Petra nichts Schöneres vorstellen. Auf der Weser aber ist sie zum ersten Mal. „Toll“, schwärmt sie: „Wir haben viele schöne Orte gesehen und auf der Weser die Ruhe und die schöne Natur genossen.“

veröffentlicht am 25.07.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 22:21 Uhr

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Hunderte von Kanufahrern jährlich machen es genau wie diese beiden und erkunden das Weserbergland auf dem Wasserweg. Von Saison zu Saison werden es mehr.

Kanufahren auf der Weser, und auch auf Teilen der Nebenflüsse ist nicht nur schön und reizvoll, es ist auch mit Planung verbunden, weiß Udo Pabst vom Kanu-Club Hameln: „Spaß soll und will man haben. Angst vor dem Wasser sollte man nicht haben, aber dem Fluss und seinen Gefahren den nötigen Respekt entgegenbringen. Und Grundvoraussetzung ist, dass jeder an Bord schwimmen kann. Trotzdem sollte, ja muss jeder im Boot eine Schwimmweste tragen.“ Gefährlich werde es immer dann, wenn Leichtsinn oder Selbstüberschätzung im Spiel seien. „Und auf Alkohol sollte man während des Paddelns genauso verzichten wie beim Autofahren“, sagt Pabst.

Wichtig ist die richtige Wahl des Kanus. Zwei Typen bieten sich an: Das Kajak, das oben geschlossen ist und mit beidseitigem Paddel gefahren wird, und der Kanadier, der oben offen ist und mit Stechpaddel gefahren wird. „Welches Boot bevorzugt wird, ist reine Glaubenssache. Das Kajak ist schneller, bedarf aber größerer Übung. Der Kanadier ist langsamer, bietet aber mehr Stauraum, und ein Kind findet zwischen den Erwachsenen ohne Probleme Platz“, erklärt Pabst. Wird mit mehreren Personen gepaddelt, verlangt das Synchron-Arbeit. Gar nicht so einfach: „Da habe ich fast schon Ehen zerbrechen sehen“, meint Pabst mit einem Augenzwinkern.

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  • Kanu-Touren sind für sie das Schönste: Petra Holtbern. Fotos: gro
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Bevor es losgeht, sollte sich der Flussfahrer genau über das Gewässer informieren, die wichtigsten Schifffahrtsregeln kennen, sich gut einweisen lassen, Kleidung für jedes Wetter einpacken und auch die Trockenbehältnisse nicht vergessen. In die gehören Kleidung, Wertsachen und wichtige Papiere, eben alles, was nicht klatschnass werden oder davonschwimmen soll, falls man kentert. Wer nicht mit dem eigenen Boot startet, kann sich bei zahlreichen Vermietern an der Weser ein Kanu oder Kajak mieten. Mit Transfer kostet das bis zu 30 Euro am Tag.

Die Weser ist durchgängig als Kanufluss ausgebaut. Öffentliche Bootsanleger sind mit der „Gelben Welle“ gekennzeichnet. Auf der Oberweser muss man nicht Frachtschiffverkehr rechnen, vereinzelt trifft man auf Personenfahrgastschiffe. Dafür ist die Natur im Oberwesertal umso beeindruckender. Der Verein für Weserbergland-Tourismus weist besonders darauf hin, dass Tiere nicht gestört werden dürfen. Zum Zelten stehen ausgewiesene Campingplätze zur Verfügung. Wildes Campen ist verboten.



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