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Lohndiskriminierung ist in Städten deutlich geringer / Die Gehaltsdifferenzen betragen teilweise bis zu 35 Prozent

Auf dem Land verdienen Frauen immer noch weniger

Weserbergland/Nürnberg (ddp). Die Lohnungleichheit von Frauen und Männern ist auf dem Land offenbar weitaus größer als in der Stadt. Wie eine gestern in Nürnberg veröffentlichte Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) darlegt, ist der Unterschied zwischen Frauen- und Männerlöhnen in den letzten Jahren zwar sowohl auf dem Land als auch in den Städten deutlich zurückgegangen. Die geschlechtsspezifische Lohnlücke sei dabei jedoch in den ländlichen Gebieten um konstant zehn Prozentpunkte höher geblieben als in den Großstädten. Die Autoren der IAB-Studie untersuchten die Lohnentwicklung seit 1975 in Westdeutschland bei gering und mittel qualifizierten Männern und Frauen im Alter von 25 bis 34 Jahren. Im Jahr 1975 hätten Frauen in den acht größten westdeutschen Städten 25 Prozent weniger verdient als Männer gleichen Alters, gleicher Berufserfahrung und gleicher Qualifikation. Auf dem Land habe die Differenz 35 Prozent betragen.

veröffentlicht am 28.10.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 11.11.2016 um 02:41 Uhr

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Bis heute sei die Lohnungleichheit insgesamt zwar zurückgegangen, doch die Unterschiede zwischen Stadt und Land sind der Studie zufolge konstant geblieben. Junge Frauen hätten 2004 in der Stadt 15 Prozent und in ländlichen Gebieten 25 Prozent weniger Lohn erhalten als ihre männlichen Kollegen. Eine mögliche Erklärung: Arbeitnehmer in Großstädten haben eine größere Auswahl potenzieller Arbeitgeber.



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