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Ortsrat spricht sich gegen Sozialwohnungen aus

„Auf dem Berge“ soll ab Sommer erschlossen werden

HAVERBECK. Der zweite Abschnitt des Baugebietes „Auf dem Berge“ steht kurz vor der Erschließung. Im März sei ein städtebaulicher Vertrag mit der Sparkasse Hameln-Weserbergland geschlossen worden, wie Petra Feldmann von der Stadtverwaltung am Montagabend im Haverbecker Ortsrat mitteilte.

veröffentlicht am 20.06.2017 um 15:08 Uhr
aktualisiert am 20.06.2017 um 17:00 Uhr

Blick über Wiesen und Felder: Das Baugebiet „Auf dem Berge“ am Südrand von Haverbeck wird ab dem Spätsommer von der Sparkasse Hameln-Weserbergland erschlossen. Foto: Dana
Michael Zimmermann

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Dieser sehe vor, dass die Sparkasse als Träger das gesamte Baugebiet erschließen und die Hälfte der geplanten 18 Bauplätze vermarkten soll. Im Anschluss daran wolle die Stadt Hameln mit der Vermarktung der restlichen neun Bauplätze beginnen. Im Spätsommer werde es soweit sein, erklärt Ortsbürgermeister Thorsten Sander (CDU).

Im Ortsrat kam die Nachricht gut an. Haverbeck stehe schließlich in Konkurrenz zu den dörflichen Nachbarn, auch im Raum Hessisch Oldendorf, so Holger Steinhoff (parteilos). Darum freue er sich, dass es nun „endlich, nach 15 Jahren“ losgehe. Negativ sah Steinhoff allerdings, dass keine konkreten Vorgaben zur Vermarktung mit der Sparkasse abgestimmt wurden. „Unser Wunsch, hier junge Familien zu fördern, wurde nicht umgesetzt. Außerdem kritisierte er, dass die Stadt noch an der Baulandreserve für den sozialen Wohnungsbau auf der Ostseite des Areals festhalte. Im vergangenen Jahr hatte die Stadt Hameln sich in dem Neubaugebiet eben jene Reserve gesichert, um auf den erwarteten Bedarf für Flüchtlingsunterkünfte reagieren zu können – und war schon damals in Haverbeck auf Widerstand gestoßen. Steinhoff bekräftigte nun noch einmal den Wunsch, dass die Grundstücke für Ein- und Zweifamilienhäuser genutzt werden. Um für Interessenten Planungssicherheit zu schaffen, sollte die Stadt zeitnah mit der Vermarktung beginnen. Diese Forderung fand auch bei den anderen Ortsratsmitgliedern Zustimmung – ebenso wie der Antrag, dass die Stadt prüfen möge, wie Bauförderung für junge Familien in die künftige Vermarktungsrichtlinie einfließen könnte.

Der Ortsrat hält außerdem weiter an seinen Plänen fest, im Einzugsgebiet des Mainbaches ein drittes Auffangbecken zu bauen. Erneut sollen Mittel dazu im Haushalt für 2018 angemeldet werden. Für diesen „Dauerbrenner“ würden dringend Mittel benötigt, erläutert Björn Backeberg (CDU). „Ich möchte nicht wieder die gleiche Absage von der Verwaltung hören, das Kosten-Nutzen-Verhältnis sei unzureichend, ohne dass dies mit Zahlen belegt wird“, so Backeberg. Auf dem „Wunschzettel“ des Ortsrates Mittel stehen auch Mittel für den Brandschutz an der Grundschule am Mainbach und Gelder für eine Sanierung der maroden Straßen im Ort. Gewünscht ist auch ein Fangzaun für den Bolzplatz, neue Geräte für die Spielplätze und ein Durchlauferhitzer für die Duschen im Dorfgemeinschaftshaus. Für die Folgejahre sollen außerdem Umbau und Sanierung des Feuerwehrgerätehauses in den städtischen Haushalt aufgenommen werden. Nach der Sommerpause werden Fachausschüsse und Verwaltung über die Mittelanmeldungen der einzelnen Ortsteile beraten, bevor der Rat der Stadt Hameln Ende des Jahres den neuen Haushalt beschließt.

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