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Wer bei den Stadtwerken eine Stellfläche für seinen Wagen mieten möchte, braucht Geduld

Auf Dauersuche nach dem Dauerparkplatz

Hameln. Die Feiertage sind vorüber, die Zeit der Geschenke ist vorbei. Zumindest die Zeit, in der andere beschenkt werden. Während halb Deutschland die Geschäfte und Online-Shops stürmt, um Geschenkgutscheine einzulösen, wollte ich mich zu Beginn des neuen Jahres selbst beschenken – mit einem Dauerparkplatz im Innenstadtbereich. Als Berufspendlerin, die in Hameln arbeitet und jeden Morgen zu einer Zeit, in der andere bereits seit zwei Stunden an ihrem Schreibtisch sitzen, einen möglichst innenstadtnahen und kostenlosen oder zumindest -günstigen Parkplatz sucht, hatte ich an so manchem Tag im letzten Jahr bereits Bluthochdruck, bevor meine eigentliche Arbeit überhaupt begonnen hatte. Im Grunde hatte ich also vor, in meine geistige Gesundheit zu investieren und zugleich meinen zehn Jahre alten Kombi zu entlasten, der mit so mancher Parklücke ohnehin nicht kompatibel ist.

veröffentlicht am 02.01.2013 um 20:01 Uhr
aktualisiert am 13.01.2017 um 16:40 Uhr

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Wiebke Kanz

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Wiebke  Kanz Reporterin (in Elternzeit) zur Autorenseite
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So schwer kann das ja eigentlich nicht sein: Über 1850 Pkw-Einstellplätze halten die Stadtwerke Hameln direkt in der Innenstadt oder am Bahnhof bereit, verteilt über die fünf Parkhäuser Rattenfänger-Halle, Kopmanshof, Rondell am Krankenhaus, Rathausplatz und das Parkhaus am Bahnhof sowie über die Parkplätze Steigerturm und Ostertorwall und eine Anliegertiefgarage in der Bungelosenstraße. In jedem dieser Parkhäuser steht ein bestimmtes Kontingent für Dauerparker zur Verfügung: In Summe über alle Stadtwerke-Parkanlagen sind das derzeit rund 50 Prozent aller Parkplätze.

Das klingt doch gar nicht schlecht. So nah, wie meine neue Parkplatzfreiheit zunächst scheint, ist sie dann aber doch nicht: Als ich in der Zentrale der Stadtwerke anrufe und nachfrage, wann ich mich wo an wen wenden kann, um einen Dauerparkplatz anzumieten, folgt die erste Ernüchterung. Das Dauerparker-Kontingent in den Stadtwerke-Parkanlagen sei zurzeit belegt: Stellplätze könnten erst dann wieder vergeben werden, wenn ein Dauerparker das Mietverhältnis gekündigt hat. Ich könnte mich auf eine Warteliste setzen lassen, entweder für alle Parkhäuser oder nur für diejenigen, an denen ich tatsächlich Interesse habe. Wird in einem der Häuser ein Dauerparkplatz frei, werde die Warteliste von oben nach unten abtelefoniert.

Als ich – noch immer hoffnungsvoll – nachfrage, wie lang diese Liste denn sei und mit welcher Wartezeit ich rechnen müsse, trifft mich fast der Schlag: Genau könne man das nur sagen, wenn die aktuelle Liste vorliege, sagt mir eine Mitarbeiterin der Stadtwerke, „im Parkhaus Rattenfänger-Halle sind es derzeit ein bis zwei Jahre, im Rondell etwa sechs“.

Sechs Jahre Wartezeit für einen Parkplatz – sollte ich da nicht abwarten, bis der Fortschritt der Technik es möglich macht, dass ich meinen Wagen nach Abstellen des Motors zusammenklappen und in meinem Rucksack verstauen kann?

Also gut, es gibt ja bestimmt noch mehr Möglichkeiten, meinem Kombi die Strapazen des täglichen Straßenkampfes zu ersparen, als ein mit Überwachungskameras ausgestattetes, vom Sicherheitsdienst regelmäßig kontrolliertes Parkhaus. In der Dewezet, auf einschlägigen Immobilien- und Kleinanzeigen-Plattformen im Internet finde ich – nichts. Außer einem Kaufangebot für 45 000 Euro – Drei-Zimmer-Etagenwohnung in ruhiger Wohnlage inklusive.

Bleibt mir also nichts anderes übrig als abzuwarten, was das neue Jahr bringt. Vielleicht lichtet sich die Warteliste wie durch Zauberhand und beschert mir einen Parkplatz in Nähe der Innenstadt, wenige Gehminuten vom Redaktionsgebäude in der Osterstraße entfernt. Vielleicht aber auch nicht. Dann wird mein alter Kombi noch ein wenig länger durchhalten müssen.

Wer zu spät kommt, sieht oftmals rot. Abhilfe könnte ein Dauerparkplatz schaffen.

Foto: Wal



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