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Wechsel der Temperaturen verursacht Schäden / Untergrund der Bundesstraße 83 bereitet Probleme

Auch ein milder Winter reißt Löcher in Straßen

Hameln (fh). Nun ruckelt es wieder: Schlaglöcher und Risse im Asphalt verleihen manchem Straßenabschnitt derzeit wieder den Charme einer Rallyepiste. Wer an motorsportlichen Herausforderungen dieser Art keinen Spaß hat, ärgert und wundert sich. Denn war der Winter bisher nicht eher mild? Woher also nun all die Frostschäden?

veröffentlicht am 05.02.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 04.11.2016 um 16:41 Uhr

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Die Experten von Stadt und Land bewerten die Lage anders: Zum einen sei der Winter nicht sonderlich mild oder zumindest: nicht besonders straßenschonend. Zum anderen würden bisher von den Kollegen im Außendienst gar nicht ungewöhnlich viele Schlaglöcher gemeldet.

Doch wie genau macht der Winter den Fahrbahndecken zu schaffen? Markus Brockmann, Leiter der Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hameln, beschreibt zwei Möglichkeiten. Die erste führt zum klassischen Schlagloch: In eine bereits beschädigte Fahrbahndecke dringt Wasser ein. Bei Minusgraden friert es, dehnt sich dabei aus und sprengt Löcher in den Asphalt. „Wenn die Straßen in Ordnung sind, ist das kein Problem“, sagt Brockmann. Schlaglöcher entstehen nur dort, wo die Fahrbahndecke ihre besten Tage hinter sich hat.

Eine andere Art klassischer Winterschäden ist derzeit auf der Bundesstraße 83 nahe der Hamelner Kläranlage zu beobachten. Hier weist die noch recht neue Fahrbahndecke Risse auf. Der Grund liegt im Untergrund: Zwar wurde die Fahrbahndecke erneuert, der Untergrund aber „nicht so aufgebaut, wie man es heute machen würde“, erklärt Brockmann. Die Folge: Bei Tauwetter staut sich Wasser zwischen der Oberfläche und tieferen, noch gefrorenen Bodenschichten. Der Grund direkt unter der Straßendecke weicht auf, die Straße „schwimmt“, wie Brockmann sagt, und bekommt unter dem Gewicht der fahrenden Autos Risse. „Moderne Straßen sind frostsicher“, so der Leiter der Straßenbaubehörde, „das Wasser wird weggeführt.“ Um langfristig für Verbesserungen an der B 83 zu sorgen, wird hier in den kommenden Monaten also tiefgründig gearbeitet werden müssen.

Schäden entstehen also – sei es die eine oder die andere Art – durch den Wechsel von Temperaturen über und unter Null. Und den hat auch dieser Winter immer wieder parat: Auf die vergangenen sehr nassen Tage soll zum Wochenende hin wieder eine Frostperiode folgen – neue Straßenschäden wohl inklusive.

Dauerhaft behoben werden diese Herausforderungen für Reifen, Felgen, Fahrwerk und Querlenker erst dann, wenn weiterer Frost auszuschließen ist – sprich: im Frühling. Übergangsweise hilft ein „Wintermischgut“, wie Brockmann erklärt: „Ein Asphalt, der kalt verarbeitet werden kann. Das ist dann ähnlich wie eine provisorische Füllung beim Zahnarzt.“

Mit dem Frost wachsen die Schlaglöcher – wie hier an der Kuhlmannstraße. Fotos: Dana



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