weather-image
16°
Anwohner klagen über zu viele Fremdparker in den Wohnstraßen / Ausweise als Alternative?

Auch die Klütstraße leidet unter „Parkdruck“

Hameln (CK). Während die Bewohner der Seelingstädter Straße in Afferde – wenn auch letztlich vergeblich – für mehr Parkplätze gekämpft haben, um auch Zweitautos vorm Haus abstellen zu können (wir berichteten), finden viele Bewohner der Klütstraße nicht mal einen Stellplatz für das einzige Auto in der Familie. „Es gibt viel zu wenig Plätze, als dass wenigstens die Anwohner dort ihre Fahrzeuge abstellen können“, beklagt etwa Tanja Burghardt.

veröffentlicht am 04.03.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 12.11.2016 um 08:41 Uhr

270_008_4070236_hm202_0403.jpg
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Immer mehr Firmen und Kanzleien, so hat die Anwohnerin der Klütstraße 43 beobachtet, ziehen in die Wohnhäuser ein, und deren Mitarbeiter möchten möglichst nahe am Eingang parken. „Außerdem gibt es seit Jahren eine Reihe von Fremdparkern, die die Parkplätze rund um das Straßenbauamt in Beschlag nehmen“, beklagt sie. Dabei sei ihr aufgefallen, dass etliche ihre Pkw so abstellen, dass sie gleich zwei Plätze blockieren oder aber gar eine Einfahrt zuparken. „Wir Anwohner müssen auf weit entfernte Plätze in den Nebenstraßen ausweichen und lange Fußwege für uns und unsere Kinder in Kauf nehmen“, so Tanja Burghardt.

Das wilde Parken in der Klütstraße gehe inzwischen sogar so weit, dass Fahrzeuge auch auf gekennzeichneten Bushaltestellen abgestellt würden, dass außerdem Wohnmobile oder Lkw und/oder Anhänger mit Reklame abgestellt würden, denn die viel- befahrene Klütstraße stelle eine kostenlose Werbemöglichkeit dar. Obwohl ein „Freund von Grünflächen“, schlägt Tanja Burghardt vor, auf der mehr oder weniger als „Hundeklo“ genutzten Grünfläche des Straßenbauamtes Parkplätze für dessen Mitarbeiter zu schaffen. „Es kann doch nicht sein, dass die Zahl der Parker stetig zunimmt, der Parkraum aber nicht mitwächst“, sagt die Anwohnerin, die von der Stadt Hameln als Alternative fordert, für die Klütstraßen-Anlieger Anwohnerparkausweise auszugeben.

Doch dazu wird es vermutlich nicht kommen. „Bewohnerparken, wie es heißt, gibt es dort, wo der höchste Regelungsbedarf besteht, und das betrifft vor allem die stadtnahen Bereiche wie Gröninger oder Wettorstraße, wo Beschäftigte und Kunden der Geschäfte Parkraum blockieren“, sagt Stadt-Pressesprecher Thomas Wahmes. Hier sei der Parkdruck so groß, dass der Parkraum „bewirtschaftet“ werde. Soll heißen: Für Platzsuchende werden Automaten aufgestellt, die während des Tages für eine gewisse Fluktuation sorgen. Wer dort wohnt, kann einen Ausweis beantragen, weil er wegen der Dauerparker sonst den Kürzeren ziehen würde. Wahmes: „Die Parkplatznot in Stadtnähe ist eindeutig größer als etwa in der Klütstraße, vor allem in Straßen mit verdichteter Bebauung.“ Noch in diesem Jahr aber soll das Thema Parken untersucht werden. In der Stadt Celle – sie gehört mit Hameln zum Expo-Städtenetz – handhabt man das Ganze relativ ähnlich. Ein Bewohnerausweis wird ausgegeben, wenn jemand in einer entsprechenden Zone wohnt und keinen Garagenplatz hat, wie Myriam Meißner von der Pressestelle sagt. Alle infrage kommenden Zonen liegen im innerstädtischen Bereich.

Parkraum ist auch in der Klütstraße knapp – Anlieger jedenfalls klagen über ständige Fremdparker.

Foto: Dana

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare