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Auch Betteln kann organisiertes Verbrechen sein

veröffentlicht am 27.10.2011 um 14:54 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:34 Uhr

Hameln (CK). Bettler sind in Hamelns Innenstadt derzeit wieder relativ häufig anzutreffen, gilt doch die Zeit vor Weihnachten als besonders einträglich. Aber sind das alles wirklich Menschen in Not?

„Das ist ganz unterschiedlich. Darunter sind Obdachlose aus der Hamelner Szene, die so Geld für Lebensmittel einsammeln, aber auch Alkoholkranke oder Behinderte und teilweise ganze Familien mit Migrationshintergrund aus Osteuropa“, weiß Jörn Schedlitzki, Pressesprecher der Polizeiinspektion Hameln/Holzminden.

Aggressives Betteln ist in Hameln, wie auch in vielen anderen Städten, grundsätzlich verboten und wird von der Polizei verfolgt. Darunter fallen: Sich in den Weg stellen, Passanten ansprechen oder gar festhalten oder aber Hunde einsetzen, um anderen den Weg zu versperren. Nicht verboten ist die „Mitleidstour“, sehr wohl aber der Versuch, Kinder als Lockmittel einzusetzen.

Oft sind die Betteleien straff organisiert, der vermeintlich (oder sogar tatsächlich Bedürftige) wird seinerseits abkassiert. Offizielle Zahlen hierzu sind für die Polizei kaum belegbar. Denn nur, wenn Anzeige erstattet würde, könnten die Beamten tätig werden. Das aber, sagt er, sei so gut wie nie der Fall. Aber auch, wenn eigentlich das städtische Ordnungsamt für Bettler zuständig ist, so zeigt sich die Polizei doch dankbar, wenn Bürger sie auf aggressives Verhalten hinweisen. „Bei Beschwerden kontrollieren wir“, verspricht Schedlitzki.



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