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Weniger junge Menschen unter 25 erwerbslos

Arbeitslosigkeit geht weiter zurück

veröffentlicht am 02.11.2017 um 20:57 Uhr

Die Arbeitsagentur in Hameln. Foto: Dana
Dorothee Balzereit

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Dorothee Balzereit Reporterin / ViaSaga zur Autorenseite

HAMELN. Gute Nachricht vom Arbeitsmarkt: Mit 11 973 arbeitslos gemeldeten Männern und Frauen sind im Bezirk der Arbeitsagentur Hameln im Oktober 234 weniger von Arbeitslosigkeit betroffen gewesen als im September – ein Rückgang der Arbeitslosenzahl um 1,9 Prozent. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 6,2 Prozent. Insbesondere die Zahl der Menschen unter 25 Jahren geht um 162 Personen auf 1353 (-10,7 Prozent) zurück, weil Schulabgänger nach vorübergehender Arbeitslosigkeit ein Studium aufnahmen.

Im Bezirk der Arbeitsagentur Hameln waren im Oktober 3027 Ausländer arbeitslos gemeldet. Zu der Gruppe der Ausländer gehören sowohl Personen, die schon länger im Weserbergland leben, als auch neu hinzugekommene, geflüchtete Menschen. Die Anzahl derer, die aus ihrem Heimatland geflohen sind und sich bei den Jobcentern und Arbeitsagenturen im Agenturbezirk Hameln arbeitslos gemeldet haben, belief sich im Oktober auf 1287 Personen. Weitere 1347 Geflüchtete befanden sich in Integrationskursen und Qualifizierungsmaßnahmen.

Ursula Rose, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hameln, analysiert die Situation auf dem Arbeitsmarkt: „Immer mehr geflüchtete Menschen erreichen den Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosenzahl sinkt im Agenturbezirk aber weiter.“ Sie betont, dass der Wettbewerb um Fachkräfte und Auszubildende in vielen Branchen stetig zunehme. Deshalb lohne es sich, die Potenziale von geflüchteten Menschen stärker in den Blick zu neh-men, wenn es um die Gewinnung neuer Mitarbeiter geht. „Sie sind motiviert, flexibel und wollen gerne eine Ausbildung oder Arbeit beginnen. Herausforderungen dabei sind die zunächst noch geringen Sprachkenntnisse oder die nicht unmittelbar vergleichbaren Qualifikationen, die im Ausland erworben wurden. Aber es lohnt sich, sich diesen Herausforderungen zu stellen. Mittlerweile gibt es sehr viele positive Beispiele, wie die Integration von Geflüchteten funktionieren kann. Mit betrieblichen Langzeitpraktika wie der Einstiegsqualifizierung wird der Übergang in die Ausbildung einfacher“, ergänzt Rose.

Seit Januar 2017 werden Personen, die parallel zum Arbeitslosengeld aus der Arbeitslosenversicherung Arbeitslosengeld II von den Jobcentern beziehen (Aufstocker), von den Arbeitsagenturen betreut. Das hat zu einer Verschiebung der Arbeitslosenzahlen von den Jobcentern zur Arbeitsagentur geführt.

Der Bestand an offenen Stellen ist weiterhin konstant hoch: 3442 Stellen waren zu besetzen, zehn mehr als im Vormonat, aber 739 Stellen mehr als im Oktober 2016. Im Oktober 2017 gingen 910 neue Stellen ein, 94 mehr als im Vorjahr. Seit Jahresbeginn wurden 9599 freie Arbeitsstellen gemeldet. Das ist eine Steigerung um 7,6 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum des letzten Jahres.

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