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22 Millionen Euro für Sanierung

Arbeitsagentur vor Runderneuerung

HAMELN. . Zwei Jahre Baustelle an der Süntelstraße: Voraussichtlich im kommenden Jahr ist die umfassende Sanierung des Hamelner Dienstsitzes geplant. Das seit Langem baufällige Gebäude an der Süntelstraße erhält eine neue Außenfassade.

veröffentlicht am 13.08.2017 um 15:24 Uhr
aktualisiert am 13.08.2017 um 17:10 Uhr

Seit fast sechs Jahren steht fest, dass insbesondere die Fassade als Sicherheitsrisiko gilt. Foto: Wal
Lars Lindhorst

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Lars Lindhorst Reporter zur Autorenseite
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Die Zeit der meterhohen Bauzäune, die seit Jahren die Agentur für Arbeit umschließen, ist wohl bald vorbei: Voraussichtlich im kommenden Jahr ist die umfassende Sanierung des Hamelner Dienstsitzes geplant. Das seit langem baufällige Gebäude an der Süntelstraße erhält eine neue Außenfassade. Darüber hinaus wird das Gebäudeinnere „revitalisiert“, wie es aus der Pressestelle der Hamelner Agentur heißt. Die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg rechnet mit Sanierungskosten in Höhe von bis zu 22,5 Millionen Euro.

Seit fast sechs Jahren steht fest, dass insbesondere die Fassade der Hamelner Arbeitsagentur als Sicherheitsrisiko gilt. Bei einer Begehung Ende 2011 war festgestellt worden, dass die Granitplatten nicht mehr fest genug an der Außenfassade sitzen – das bedeutete Gefahr für Besucher und Mitarbeiter. Aus diesem Grund entschloss man sich seinerzeit, einen Bauzaun um das Gebäude herum zu errichten – zum Schutz vor der bröckelnden Fassade. Wie eine Pressesprecherin der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg im August 2014 gegenüber der Dewezet erklärte, habe man sich zudem entschlossen, Fenster, Fußböden, Toilettenanlagen und die Haustechnik ebenfalls zu erneuern.

Daneben war vor zwei Jahren schon klar, dass Defizite beim Brandschutz beseitigt und das Flachdach saniert werden müssen. Zu diesem Zeitpunkt ging die Zentrale in Nürnberg noch von Investitionskosten in Höhe von rund elf Millionen Euro aus.

So könnte das sanierte Gebäude aussehen. Grafik: Agentur für Arbeit
  • So könnte das sanierte Gebäude aussehen. Grafik: Agentur für Arbeit

Nun habe sich die Bundesagentur für Arbeit Ende 2016 für eine Komplettsanierung der Hamelner Agentur für Arbeit ausgesprochen, heißt es auf Anfrage. Inzwischen sei dafür der erforderliche Bauantrag bei der Stadt Hameln eingereicht worden. Sofern die Genehmigung vorliegt und alle Planungen abgeschlossen sind, werden die Arbeiten europaweit ausgeschrieben, teilt die Hamelner Pressestelle mit.

Ganz schnell wird die Sanierung voraussichtlich nicht abgeschlossen sein. Die Agentur für Arbeit rechnet damit, dass sich die Bauphase von „Mitte 2018 bis Mitte/Ende 2020“ erstreckt. Womöglich müssen Teile der Belegschaft dann vorübergehend umziehen.

Mein Standpunkt
Lars Lindhorst
Von Lars Lindhorst

Man mag sich kaum vorstellen, wie hoch die Wogen bei der Diskussion um eine Sanierung in dieser Größenordnung im Hamelner Rat geschlagen wären. Hier verhält es sich etwas anders: Eine Einrichtung des Bundes ist Bauherr, nicht die Kommune. Manch Hamelner Ratspolitiker wird deshalb neidisch an die Süntelstraße schielen. Diskutiert werden darf über die Baukosten trotzdem: Saniert wird schließlich mit demselben Steuergeld.

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