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FDP-Fraktion schlägt Neubau eines gemeinsamen Verwaltungsgebäudes vor

Arbeitsagentur und Rathaus in einem?

Hameln. „Ich glaube nicht, dass das Gebäude der Arbeitsagentur oder das Rathaus zu verkaufen ist“, sagt Hans Wilhelm Güsgen. Der Fraktionsvorsitzende der FDP schlägt deshalb einen gemeinsamen Neubau vor. „Entweder an der Stelle des Rathauses, der Arbeitsagentur oder von mir aus auch auf dem Gelände der Linsingen-Kaserne – das muss man sehen“, sagt der Liberale und hat namens seiner Fraktion einen entsprechenden Antrag an Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann auf den Weg gebracht. „Um Synergien zu erreichen“, begründet Güsgen die FDP-Forderung, dass die Rathausspitze Gespräche mit der Verwaltung der Agentur für Arbeit aufnehmen soll, um zu klären, ob es möglich und sinnvoll ist, gemeinsam ein neues Verwaltungsgebäude zu bauen.

veröffentlicht am 07.09.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 05:21 Uhr

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Hans-Joachim-Weiß-Redakteur-Lokales-Hameln-Dewezet

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„Dies würde bestimmt für beide Verwaltungen Kosteneinsparung bedeuten, weiterhin könnten die Mitarbeiter des Rathauses bessere und vernünftigere Arbeitsbedingungen bekommen“, glaubt der Fraktionschef, der Synergien in einer gemeinsamen Kantine, Sitzungssälen und der EDV-Administration sieht. „Ich kann mir auch vorstellen, dass sich Personal einsparen lässt, zum Beispiel bedarf es bei einem gemeinsamen Gebäude auch nur eines Pförtners“, sagt Hans Wilhelm Güsgen.

Dem Liberalen geht es jedoch vorrangig darum, den Antrag ins Verfahren zu bringen. „damit der Arbeitskreis ,Rathaussanierung‘ das Papier ins Kalkül nehmen kann“. Zudem dränge die Zeit, denn es müsse zügig verhandelt werden, um der Agentur für Arbeit Planungssicherheit zu geben. „Sonst könnte die Bundesbehörde bald verkünden, irgendwo in Hameln einen Neubau errichten zu wollen.“

Claudio Griese, Sprecher der aus CDU, Grünen und Unabhängigen bestehenden Mehrheitsgruppe im Hamelner Rat, hat verhalten auf den Vorschlag der Liberalen reagiert. „Man kann das Thema natürlich erörtern, aber ich halte es nicht für sinnvoll, den Vorschlag in die endgültige Planung zu übernehmen, da eine solche Größenordnung für die Stadt Hameln nicht finanzierbar wäre“, erklärte der Christdemokrat gestern auf Anfrage der Dewezet. Selbst wenn sich Synergien ergäben, glaubt Griese, dass eine Sanierung des Rathauses mit einem Teilneubau des Hochhauses insgesamt kostengünstiger sei als der Neubau eines gemeinsamen Verwaltungsgebäudes für Arbeitsagentur und Rathaus. Auch fragte der CDU-Politiker, der zudem die Zentralität des Rathauses in den Mittelpunkt rückte: „Wo soll ein solches Gebäude stehen?“

Die Agentur für Arbeit (li.) will ihr Domizil an der Süntelstraße verlassen, plant einen Neubau und auch das Rathaus ist sanierungsbedürftig. Anlass für die FDP, ein gemeinsames Verwaltungsgebäude anzuregen.



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