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Archäologe findet menschliche Knochen und Mauerreste

Arbeit zwischen Steinen und Gebeinen

veröffentlicht am 06.09.2013 um 16:25 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:31 Uhr

Hameln (fn). Mit brachialer Kraft heben Bagger zwischen Bäckerstraße und dem Rondell am Münster St. Bonifatius den Boden aus, um dort Wasserrohre zu verlegen. Nicht annähernd so rustikal geht Archäologe Joachim Schween vor, der am Ende des ausgehobenen Grabens in einem tiefen Erdloch steht, umgeben von dunkler Erde und menschlichen Knochen. Schweer befindet sich mitten auf einem alten Friedhof, der heute gut zwei Meter unter dem Pflaster liegt. Oberschenkelknochen, Schädelreste und erhaltene Unterkiefer. Anderen würde dort ein Schauer nach dem anderen den Rücken hinunterlaufen. Schween nimmt’s gelassen: „ Das ist schon was anderes als Tierknochen zu finden. Als Archäologe sollte man das schon anders behandeln“, sagt der Wissenschaftler.

Unweit des Gräberfeldes hat Schween noch eine Entdeckung gemacht. Dort hat er ein Fundament aus dem Mittelalter ausgemacht -  auf zusammenliegende Bruch- und Sandsteine. Und er hat auch gleich eine These:  Einen breiten Durchgang zur Bäckerstraße hat es bis ins späte 19. Jahrhundert nicht gegeben, dort standen Stiftshäuser. Allenfalls einen kleinen Durchgang mag es gegeben haben, so Schweer.

Joachim Schween untersucht die Fundamentmauer eines Hauses zusehen. Foto: fn


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