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Apotheker mit Erhöhung unzufrieden

veröffentlicht am 24.09.2012 um 17:36 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:33 Uhr

Sieht Apotheken in ihrer Existenz bedroht: Birgit Köpps-Padberg, Sprecherin der Hamelner Pharmazeuten. Foto: Dana

Hameln (HW). „Das ist eindeutig zu wenig.“ Mit diesen Worten hat Birgit Köpps-Padberg, Sprecherin der Apotheken in Hameln, auf den Beschluss des Bundeskabinetts reagiert, die Honorare für Pharmazeuten nach neun Jahren mit Beginn 2013 um drei Prozent anzuheben.

Demnach erhalten die Apotheker ab kommendem Jahr für verschreibungspflichtige Medikamente statt bisher 8,10 Euro künftig 8,35 Euro pro Packung. Gefordert worden war einen Zuschlag von 1,04 Euro. „Wir haben das Gefühl, dass unsere Arbeit nicht wertgeschätzt wird und die Politik will, dass immer mehr Apotheken schließen“, zeigt sich Köpps-Padberg enttäuscht. Gleichsam fühlt sie sich bestätigt, denn die Sprecherin hat Montag in Erfahrung gebracht, dass die Wittekind-Apotheke an der Hamelner Zentralstraße zum 31. Dezember dieses Jahres ihre Pforten schließt. „Aus wirtschaftlichen Gründen“, weiß die Pharmazeutin und fürchtet, dass es weitere Schließungen in der Rattenfängerstadt geben könnte.

Widerstandlos wollen die Pharmazeuten den Berliner Kabinettsbeschluss deshalb nicht hinnehmen. Die Pharmazeuten und Mitarbeiter der 2054 niedersächsischen Apotheken, die täglich rund 400 000 Patienten versorgen, haben eine Unterschriftenaktion gestartet. Die Liste soll in diesen Tagen Ministerpräsident David McAllister überreicht werden.

Ob es Protestaktionen geben könnte, die dann auch die Patienten betreffen, erfahren Sie in der Dewezet.



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