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Lärm und Parkplatzmangel sorgen für Unmut

Anwohner sträuben sich gegen Firmen-Expansionen

Die Stegerwaldstraße führt durch das Klein Berkeler Industriegebiet und soll nach Plänen der Verwaltung zu einer Werkstraße umfunktioniert werden.

veröffentlicht am 05.03.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 10.11.2016 um 16:41 Uhr

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Foto: Dana

Klein Berkel (gro). Auch wenn davon in Zeiten der allgemeinen Wirtschaftskrise nicht häufig die Rede ist, es gibt sie noch – die Firmen, die expandieren wollen. So auch die in Klein Berkel ansässigen Firmen PAW Pommerening, Heizungstechnik und Solarthermie sowie die Druckerei CW Niemeyer. Ihren Sitz wollen beide Firmen mit jeweils einem Gebäude auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs am Schwarzen Weg vergrößern. Über die geplante Größe der Erweiterungen kann Wolfgang Kaiser, Fachbereichsleiter für Planen und Bauen in der Stadtverwaltung, noch nichts sagen. „Uns liegen lediglich die Skizzen vor.“

Unter den Anwohnern stoßen die Bebauungspläne allerdings nicht gerade auf freudige Zustimmung. Sie bemängeln, dass die Zufahrt vom „Schwarzen Weg“ wegen der Parkplatzsituation und des Lärms auf den Firmengeländen bei der Zu- und Abfahrt von Fahrzeugen „nicht optimal“ sei. Auch manch Ortsratspolitiker kann sich nicht für das Vorhaben ereifern. Doch in der Mehrheit sehen die Politiker schon eine positive Entwicklung in einem Gebiet, „in dem die Wirtschaft brummt“, und zudem werde endlich das Bahnhofsgelände wieder vernünftig saniert.

Vorgesehen ist laut Wolfgang Kaiser, die in dem neuen Industriegebiet verlaufende Stegerwaldstraße zu einer innerbetrieblichen Werkstraße umzufunktionieren. Die Zufahrt zu dem Gebiet erfolge über den Schwarzen Weg. Ein zusätzlicher Gehweg ist hier aber für die Bürger nicht vorgesehen. Anwohner Herbert Straub, der hier seit dem Jahr 2000 wohnt, kritisiert das Vorgehen der Verwaltung. Er habe den Graben auf Anweisung des Grünflächenamtes offenhalten sollen, und nun solle der dort, weil es Industriegebiet werde, verrohrt werden. „Man sieht, wenn die Industrie kommt, sind die Rechte und Pflichten auf einmal anders“, meint Straub. Außerdem sei der jetzige Lärm des Werksverkehrs schon fast unerträglich. Manchmal könne er auch sein Grundstück nicht verlassen, da die Beschäftigten der Firmen „parken wie sie wollen“, beschwerte sich der Anwohner in der jüngsten Ortsratssitzung. Kaiser stellte dazu kurz und knapp fest: „Als Sie gebaut haben, wussten Sie, dass dort ein eingeschränktes Gewerbegebiet ist.“

Ein weiterer Anwohner bezweifelte die Richtigkeit des Gutachtens über vorhandene Altlasten auf dem Gebiet. Kaiser hingegen sagte, dass er an dem Gutachten keinen Zweifel hege. Nach längerer Diskussion kam der Fachbereichsleiter den Bürgern aber entgegen: Ein gemeinsamer „Vor-Ort-Termin“ mit ihm, Anwohnern und Betroffenen solle die Kritikpunkte zum Bebauungsplan „Südlich Böcklerstraße“ möglichst beseitigen und eine gemeinsame Übereinkunft zur Zufriedenheit aller – also von Firmen und Bürgern – für die Ausweisung und Festschreibung des Bebauungsplanes erbringen.

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