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Inhaber will „Spezialisten“ einschalten

Anwohner klagen über zu laute Musik im Vitamin-Club

HAMELN. Es ist ein Dilemma: Nach jahrelangem Leerstand ist mit dem Vitamin-Club endlich wieder Leben eingekehrt in das Lokal an der Ecke 164er Ring/Sedanstraße – doch nicht alle sind darüber glücklich. Bewohner des Bellevue-Centers klagen über zu laute Musik.

veröffentlicht am 03.01.2018 um 17:24 Uhr
aktualisiert am 04.01.2018 um 10:04 Uhr

Mit dem Vitamin-Club ist 2017 nach jahrelangem Leerstand wieder Leben in das Lokal an der Ecke 164er Ring/Sedanstraße eingekehrt. Foto: Dana
Philipp Killmann

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Philipp Killmann Reporter zur Autorenseite
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Ein Problem, das es in diesem Ausmaß nicht gegeben hat, als sich in dem Etablissement noch das Jo‘s und später das Hüttenstadl befanden.

Die Eheleute Peitsch wohnen seit 40 Jahren im Bellevue-Center, haben also auch schon mit dem Jo‘s und dessen Nachfolgern in guter Nachbarschaft gelebt. Zwar sei die Musik auch zu Zeiten von Bernd Blomeyer, dem Jo‘s-Betreiber, schon mal in ihre Wohnung vorgedrungen, sagt Arnold Peitsch. Aber infolgedessen seien die Musikanlage überprüft und die Lautsprecher versetzt worden. Fortan hätte wieder Ruhe geherrscht, so Peitsch. Doch mit dem Vitamin-Club sei die Musik so laut geworden, dass die Peitschs regelrecht um den Schlaf gebracht würden. Anderen Bewohnern ginge es ähnlich. Bei der Stadt hätten sie eine Unterschriftenliste mit der Bitte um Unterstützung gebeten. Doch getan habe sich nichts. Zudem störe sich Arnold Peitsch an dem grünen Container, der seit geraumer Zeit neben dem Lokal stehe und wo nicht nur Gerümpel, sondern auch Hausmüll entsorgt werde.

Stadtsprecher Thomas Wahmes bestätigt den Eingang der Liste im November. „Die Problematik ist uns bekannt“, teilt Wahmes auf Anfrage der Dewezet mit. Die Stadt habe den Inhaber des Vitamin-Clubs auf das Lärmproblem hingewiesen. „Er hat uns gegenüber versichert, sich um Besserung bemühen zu wollen“, so Wahmes. Weitere Beschwerden lägen der Stadt indes nicht vor.

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Vitamin-Club-Inhaber Arakel Breining bedauert die Problematik. Er nehme die Klagen der Anwohner, die ihn auch via Facebook erreichten, ernst, wie er im Gespräch mit der Dewezet sagt. Ihm sei sehr daran gelegen, das Problem aus der Welt zu schaffen. So sei der Bass der Musikanlage inzwischen ausgeschaltet worden. Darüber hinaus seien bauliche Veränderungen vorgenommen worden, um den Lärmpegel zu reduzieren. Außerdem habe er sowohl per E-Mail als auch postalisch das Gespräch mit den Bewohnern gesucht. Breining schlägt vor, einen „Spezialisten“ einzuschalten, um dem Lärmproblem gemeinsam mit den Anwohnern auf den Grund gehen zu können. Darauf sei vonseiten der Nachbarn bislang aber nicht eingegangen worden.

Für den Container neben dem Lokal habe Breining eine Genehmigung. Genutzt werde der für die Entrümpelung des ehemaligen Restaurants Marco Polo, das Breining ebenfalls gepachtet habe. Allerdings zöge sich die Entrümpelung in die Länge. Der Hausmüll, der dort entsorgt werde, stelle auch für Breining ein Ärgernis dar. Schließlich sei es seine Aufgabe, den Unrat dort wieder rauszufischen. Ursprünglich hatte Breining geplant, bei „Marco Polo“ ein spanisches Lokal einzurichten. Allerdings sei dieser Plan bis auf Weiteres verworfen worden.

Derweil hofft Breining auf eine baldige Lösung. „Dieser Club ist unser ,Baby‘, hier flossen all unsere Ersparnisse hinein, daher möchten wir möglichst jeden Ärger vermeiden und ein angenehmes Verhältnis zwischen Anwohnern und uns aufbauen“, heißt es in Breinings Schreiben an die Anwohner.

Mein Standpunkt
Philipp Killmann
Von Philipp Killmann

Wer den Vitamin-Club schon mal besucht hat, weiß, dass das Lokal mit viel Liebe zum Detail aufwendig saniert worden ist. Für das Hamelner Nachtleben ist er sicher eine Bereicherung. Insofern bleibt zu hoffen, dass das Lärmproblem zu beheben ist.

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