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Die Menschen in Haverbeck sind es leid / Sie fragen sich: Wann hat die Raserei durch den Ort endlich ein Ende?

Anwohner: „Das hier geht auf keine Kuhhaut mehr“

Haverbeck (gro). Die Menschen sind es leid. „Wenn die in der Dorfstraße 50 fahren würden, wären wir als Anwohner ja schon zufrieden“, sagt Helmut Waber. „Aber das, was hier abgeht, geht auf keine Kuhhaut mehr“, so Waber empört. „Hier werden Kinder und Ältere gefährdet und auch wir, wenn wir die Gosse fegen, geraten in Gefahr. Das ist so nicht mehr tragbar.“ Anlass für diese deutlichen Worte des SPD-Ortsratsmitgliedes ist der Dauerbrenner in Haverbeck: das Fahrverhalten der Verkehrsteilnehmer in den Tempo-30-Zonen.

veröffentlicht am 03.11.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 17:41 Uhr

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Zum wiederholten Male behandelte der Ortsrat unter der Leitung von Ortsbürgermeister Thorsten Sander (CDU) dieses Thema. Dabei handelt es sich um die Schwerpunkte Haverbecker Straße, Mainbach- und Dorfstraße sowie die Pappelallee. Schon in der Einwohnerfragestunde wies ein Haverbecker auf den unhaltbaren Zustand hin und sagte: „Hier muss endlich was passieren.“ Das sieht der Ortsrat, über alle Parteien hinweg, genauso.

Denn: In Haverbeck werde regelmäßig und immer zu schnell in der 30er-Zone gefahren, so Sander weiter. „Ich erlebe das insbesondere in den Morgenstunden als Anwohner der Pappelallee selbst. Zwischen fünf und acht Uhr werden da augenscheinlich sicherlich 50 bis 60 Stundenkilometer gefahren.“ Das seien aber keine „Durchfahrer“ des Ortes, das seien Einwohner. Im Vorfeld der Ortsratssitzung habe er sich bei der Abteilung der Stadt für Ordnung und Sicherheit erkundigt, was man dagegen tun könne. Verbauungen und Aufpflasterungen seien möglich, habe die Antwort gelautet. Das ist aber nach Ansicht von Sander eine der schlechtesten Lösungen, denn „wir haben landwirtschaftlichen Verkehr im Ort und solche Maßnahmen würden den Verkehr massiv behindern“. Waber zeigt sich enttäuscht über das Verhalten der Stadt. Seit Jahren habe der Ortsrat konkrete Maßnahmen von der Verwaltung gefordert, doch passiert sei nichts, so das Ortsratsmitglied.

Der Ortsrat wird daher nun selbst aktiv. Einstimmig beschlossen die Politiker, bei der Stadt als erste Maßnahme zu beantragen, in den Tempo-30er-Zonen einen sogenannten Smiley aufzustellen. Dieses Gerät steht am Fahrbahnrand und zeigt den Autofahrern anhand eines lachenden oder traurig aussehenden Gesichts, ob sie angemessen beziehungsweise zu schnell unterwegs sind. Der Ortsrat hofft, dass diese Anzeigetafel dazu führt, dass die Verkehrsteilnehmer ihr Tempo reduzierten. Außerdem forderte der Ortsrat, den Verkehr auf den Straßen zu ermitteln. Heinz Böhne (CDU) forderte zusätzlich den Kontaktbeamten der Polizei ein. Er solle Präsenz im Ort zeigen. Das bringe sicherlich auch die Verkehrsteilnehmer zur Vernunft. Man wolle nicht gleich mit dem „Holzhammer“ kommen, sagte Waber, aber wenn das alles nichts nutze, „dann beantragen wir eine Geschwindigkeitsmessung“.

Augenscheinlich fährt die Mehrheit der Verkehrsteilnehmer schneller als erlaubt. Und das trotz aufgestellter Schilder, wie hier in der Dorfstraße.

Foto: gro



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