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Anwohner auf der Palme: "Lärmterror" auf der Brücke

veröffentlicht am 24.08.2011 um 16:21 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:35 Uhr

Großbaustelle Münsterbrücke

Hameln (CK). Die Bauarbeiten an der Münsterbrücke treiben viele Anwohner auf die Barrikaden. Vor allem die Arbeiten, die nachts ausgeführt werden. Anlieger Sebastian Rippa hat in der Nacht zu Mittwoch gegen 0.50 Uhr eine Mail an Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann und Fachbereichsleiter Ralf Wilde geschrieben, in der er sich massiv über den Lärm der Bauarbeiten beschwert und einen ganzen Fragenkatalog angefügt:

„Wie kann eine solche Genehmigung bei vollem Bewusstsein erteilt werden? Wie erkläre ich morgen eigentlich meinem Chef meine Müdigkeit? Kann ich Schmerzensgeld geltend machen? Wieso ist von den Entscheidern niemand vor Ort beziehungsweise zu erreichen?“ So viel, sagt Rippa, fordere er gar nicht – „nur ein wenig Schlaf und Ruhe zwischen 22 und 7 Uhr.“ Auch andere Hamelner teilen seine Meinung bezüglich des Lärmterrors: Warum finden die extrem lärmintensiven Arbeiten am Wochenende oder in den Abendstunden statt, wenn die Anwohner Ruhe und Schlaf suchen, während tagsüber stundenlang pausiert wird? Drängen Termine, wurden Arbeiten verschlafen, warum müssen tausende Anwohner im weiten Umkreis darunter leiden? Wie lange werden die Arbeiten mit den hydraulischen Abrissbaggern noch gehen?

Der Verwaltung ist das Problem bekannt, spätestens, seit in der Nacht zu Mittwoch einer ihrer Mitarbeiter von der Polizei aufgrund der Beschwerden aus dem Bett geklingelt worden war. „Wir haben großes Verständnis für die Anlieger und haben deshalb auch Gespräche mit dem Bauleiter und der Landesbehörde für Straßenbau geführt“, sagt Pressesprecher Thomas Wahmes. „Die nächsten Tage wird nur bis 22 Uhr gearbeitet, und es wird versucht, die Belästigungen möglichst gering zu halten.“ Gleichzeitig verweist der Pressesprecher darauf, dass die Brücke mit ihrem hohen Verkehrsaufkommen ein „neuralgischer Punkt“ sei und man dort keine Dauerbaustelle wolle. „Die Arbeit im Mehrschichtbetrieb, 24 Stunden am Tag und sieben Tage in der Woche, ist deshalb gewollt und sinnvoll“, meint er.

Die Firma habe ihre Nachtarbeit auch angezeigt, und zwar vom 22. August bis 11. September, die Stadt habe das zur Kenntnis genommen und die Polizei informiert. Die betroffenen Anlieger hingegen erhielten offenbar entgegen der Vereinbarung keinerlei Information.



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