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Ausstellung zum Thema Rechtsextremismus soll besonders Jugendliche ansprechen

Antisemitismus als Alltagsphänomen

Hameln (cbo). Schüler der Handelslehranstalt engagieren sich in sozialen Projekten. Rechtsextremismus ist dabei nicht selten ein Thema: In manchen Stufen seien rund 70 Prozent der Schülerinnen und Schüler Migrantenkinder, sagte Schulleiter Bernd Strahler. Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund, aber auch angesichts der Erkenntnisse rund um die rechtsextreme terroristische Vereinigung NSU ist in der berufsbildenden Schule derzeit eine Ausstellung zu sehen, die sich mit dem Thema Rechtsextremismus befasst. Zur Verfügung gestellt wurde sie von der Friedrich-Ebert-Stiftung. Unter dem Titel „Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“ gastiert die Präsentation, noch bis zum 27. November in Hameln. Auf 15 Schautafeln werden verschiedene Aspekte des Themas beleuchtet.

veröffentlicht am 21.11.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 04:21 Uhr

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Bei der Eröffnung warnte die SPD-Bundestagsabgeordnete Gabriele Lösekrug-Möller davor, dass menschenfeindliche Einstellungen in der Mitte der Gesellschaft zunehmen könnten – Antisemitismus wird ihrer Ansicht nach zu einem Alltagsphänomen.

Landrat Rüdiger Butte machte darauf aufmerksam, dass politisch motivierte Gewaltkriminalität überhaupt erst seit 2001 separat statistisch erfasst wird. Im Jahr 2011 habe es in Deutschland 30 000 politisch motivierte Straftaten gegeben, ein Zuwachs von 10 Prozent. Bei den fremdenfeindlichen Straftaten wurde 2011 sogar ein Zuwachs von 20 Prozent verzeichnet. Solche Entwicklungen erfordern nach Meinung Buttes ein konzertiertes Handeln. Aber auch die vorbeugende Behandlung der Thematik im Rahmen von Ausstellungen wie dieser und speziell an Schulen sei wichtig, – immer öfter rückten Jugendliche in den Fokus rechtsextremer Organisationen.

Die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung geht zurück auf den ersten Reichspräsidenten der Weimarer Republik und wurde 1925 gegründet. Heute ist sie vornehmlich im Bereich der politischen und gesellschaftlichen Bildung tätig. Ziel der Ausstellung sei es, das demokratische Engagement bei Jugendlichen zu fördern, sagte Franziska Schröter aus dem Landesbüro der Stiftung. Die Ausstellung kann noch bis Dienstag, 27. November – außer am Wochenende – zwischen 8.30 und 14.30 Uhr in den Räumlichkeiten der Handelslehranstalt in Hameln besucht werden. Der Eintritt ist frei.

Erste Ausstellungsbesucher (von links): Rüdiger Butte, Franziska Schröter, Gabriele Lösekrug-Möller und Bernd Strahler.

Foto: cbo



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