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Ehrenamtliche behandeln kostenlos 83 Patienten aus fünf Ländern

Ansturm auf Interhelp-Sprechstunde am Kuckuck

ROHRSEN. „Mit einem dermaßen großen Patienten-Ansturm hatten wir nicht gerechnet“, fasst der Vorsitzende der in Hameln gegründeten Deutschen Gesellschaft für internationale Hilfe (Interhelp), Ulrich Behmann, den jüngsten mehr als dreistündigen humanitären Hilfseinsatz am „Kuckuck“ in Rohrsen zusammen. 83 kranke Zuwanderer aus Rumänien, Bulgarien, dem Kosovo, aus Syrien und dem Irak, darunter auffallend viele Kinder, haben am Mittwochabend in der im „Kuckucksnest“ eingerichteten Interhelp-Sprechstunde um medizinische Hilfe gebeteten.

veröffentlicht am 22.11.2018 um 10:58 Uhr
aktualisiert am 22.11.2018 um 19:30 Uhr

Das ehrenamtliche medizinische Interhelp-Team hat am Mittwochabend stundenlang kostenlos Patienten im Kuckucksnest behandelt.

Etwa ein Drittel der Patienten sei nicht krankenversichert gewesen, sagte Interhelp-Einsatzleiter Reinhold Klostermann. Zum Vergleich: Bei dem vorausgegangenen Einsatz vor exakt zwei Jahren hatten nur 21 Kranke die Interhelp-Praxis aufgesucht.

Zahlreiche unterschiedliche Erkrankungen mussten behandelt werden – diagnostiziert wurden beispielsweise Atemwegserkrankungen wie Bronchitis und Lungenentzündung sowie grippale Infekte. Auch Zahnerkrankungen wurden festgestellt. Der Zahnarzt und Mund-Kiefer-Gesichtschirurg Dr. Klaus-Peter Seifert wird die kleinen und großen unversicherten Patienten in der kommenden Woche in seiner Praxis kostenlos weiterbehandeln.

„Die Menschen waren sehr dankbar“, erzählt der Leiter der Medical Task Force, Reinhold Klostermann. „Eine Frau aus Rumänien hat bereits seit einer Woche unter Schmerzen gelitten. Sie war glücklich, dass wir ihr unbürokratisch geholfen haben.“ Elf ehrenamtliche Interhelp-Mitglieder, darunter die Allgemeinmedizinerin Dr. Katrin Niederhut, waren zwischen 18.30 Uhr und 21.45 Uhr im Dauereinsatz. Arzthelferinnen, Rettungsassistenten, eine OP-Schwester, Logistiker und Dolmetscher für Rumänisch und Arabisch hatten bei dieser mittlerweile zehnten Mission wieder alle Hände voll zu tun.

Behmann dankte allen Helfern und dem Team vom Kuckucksnest für deren ehrenamtliches Engagement. Die medizinischen Hilfseinsätze sollen im Bedarfsfall am Kuckuck fortgesetzt werden.



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