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Neue Kinderkantorei Hameln präsentiert Mini-Musical

Ansteckende Freude

HAMELN. Das hat es so noch nicht gegeben. Im Mittelpunkt eines Gottesdienstes im Paul-Gehardt-Haus stand ein veritables Musical, dies allerdings auf ein kindgerechtes Maß reduziert.

veröffentlicht am 31.05.2016 um 19:33 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:54 Uhr

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Autor:

E. W. Holländer
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Pastorin Annette Lehmann, die diesen Gottesdienst leitete und dafür durchaus aktuelle und bedenkenswerte Worte fand, kündigte es an: Die 2015 vom Kirchenkreis-Kantor Stefan Vanselow gegründete Kinderkantorei Hameln würde nun erstmals mit einem Mini-Musical hervortreten, das die allseits bekannte Geschichte vom barmherzigen Samariter zum Inhalt hat. Die Vokabel „phänomenal“ fiel mehrmals. Und so füllte ein interessiertes Publikum – überwiegend natürlich Eltern, Großeltern und Freunde aller Altersklassen – den Saal.

Es gab – so möchte man es professionell nennen – ein „Produktions-Team“: Stefan Vanselow am Keyboard, unterstützt von Henning Fahß (Perkussion), dazu Nina Michel und Stephan Köhler für die Szene und vor allem Johanna von Bibra, die sich als engagierte musikalische Leiterin präsentierte (sie ist wohl auch die „gute Seele“ der Kinderkantorei). Und dann liest man noch den Namen Jochen Rieger, von dem das kleine Werk stammt.

Es waren in dessen vielversprechende Nachwuchskräfte, die all das – mit ansteckender Freude und einigem Können – mit Leben erfüllten, und diese Freude übertrug sich auf die Hörer. Da ging es bei den jungen Darstellern oft recht turbulent zu, und eigentlich passte die fröhliche Stimmung nicht so recht zu dem eher besinnlichen, belehrenden Inhalt der Geschichte, die heutzutage so brennend aktuell ist.

Man stellte das Geschehen mit verteilten Rollen dar. Malina Padberg und Lilly Düwel gaben den Rahmen der Handlung, Mälin Stein war der arme Verletzte, Marie Loreck, Carolin Semper, Lea-Marie Knorn, Ece Bilir und Mezgin Mala Ibrahim spielten die Vorüberziehenden, Elia Glaubitz (immerhin auch ein Junge) gab den Samariter – leider können wir hier nicht alle nennen. Und ein stark besetzter Chor kommentierte: Wir haben noch das markerschütternde „Packt ihn!“ im Ohr, dazu sah man handfestes Draufhauen. Im einzelnen gab es auch lustige Details: das mit Inbrunst vorgenommene Verbinden des verletzten Reisenden durch den Samariter, immer wieder das kundige, auch mit Händen und Füßen begleitete Vortragen der hübschen Liedbeiträge, die wohleinstudierten Gesten, die auf intensive Probenarbeit hindeuten.

Natürlich gab es herzlichen Beifall, und wer weiß: Vielleicht reifen da mal richtige Musical-Typen heran, die professionell spielen, singen und tanzen können. Der Anfang ist gemacht.

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