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Anschlag auf Nasen: Pollen besonders aggressiv

veröffentlicht am 04.05.2011 um 16:32 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:35 Uhr

Hameln (bha). Die spinnen, die Abwehrsysteme. Würden sie sich ganz normal verhalten, wie man es von ihnen erwarten kann, wären Birkenpollen einfach nur Birkenpollen, Hasel-, Haselpollen, Erlen-, Erlen … – jedenfalls keine Qual. Aber die Pollenflugsaison ist in vollem Gang, wie die Hamelner Apothekerin Birgit Köpps-Padberg aus Erfahrung weiß, und macht auch jenen Menschen zu schaffen, die bislang von Allergien verschont geblieben sind.

 

„Viele haben sehr heftige Beschwerden“, erzählt sie aus der Praxis, was vom Deutschen Allergie- und Asthmabund (DAAB) bestätigt wird. „Etliche Pollen kommen gerade zusammen“, sagt DAAB-Sprecherin Sonja Lämmel –  die Gräser seien früher dran als sonst und derzeit eine starke Belastung, Beifuß sei zu früh, Getreidepollen wie Roggen und Hafer sind laut Pollen-Infodienst auch schon in der Luft verteilt. Hinzu kommen die Birkenpollen, die jetzt ohnehin Hochsaison haben. Verursacht werde die Pollenlage durch die lange Schönwetterperiode in den vergangenen Wochen.

Für Allergiker unerläßlich - der Pollenflugkalender. Er stellt in tabellarischer Form die Art und das zeitliche Auftreten einer Pollenbelastung dar. Durch ihn wird besonders für Allergiker eine Planung für Vorbeugungsmaßnahmen erleichtert. Quelle: AOK-Mediendienst

16 bis 18 Millionen Deutsche reagieren auf Pollen allergisch, listet Sonja Lämmel auf, davon sind etwa zehn Millionen vor allem von Gräserpollen betroffen, der Rest versucht, Birkenpollen zu bekämpfen. Kritisch: „Jeder vierte Heuschnupfen wird zum Asthma.“

 

Dass offenbar immer mehr Menschen wie aus dem Nichts von Pollenallergien betroffen sind, ganz gleich, welchen Alters, hängt nach Einschätzung von Experten mit der Vielzahl an exogenen Schadstoffen zusammen, mit denen das körpereigene Abwehrsystem überfordert ist. Noch eine weitere Komponente kommt hinzu: Die Pflanze Ambrosia ist um 1860 aus Nordamerika nach Europa eingeschleppt worden, sie gilt als hochallergen und war 2007 nach Gräserpollen die zweithäufigste Ursache für Atemwegserkrankungen.



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