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Anpfiff im Sommer geplant: Millionen-Baustelle liegt im Plan

Richtfest für die neue Sporthalle Nord / „Letzte große Investition in diesem Bereich“

veröffentlicht am 19.11.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:04 Uhr

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Frank Henke

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Frank Henke Redaktionsleiter zur Autorenseite
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Hameln. Was Hameln von Hamburg oder Berlin unterscheide, fragt Architekt Uwe Hoegen zu Beginn seiner Ansprache beim gestrigen Richtfest. Nun: „Wir halten Bauzeiten ein und sind voll im Kostenrahmen“, gibt der Geschäftsführer der Kasseler Baufrösche selbst die Antwort. Auf diesen Umstand verweisen die Verantwortlichen rund um den Neubau der Sporthalle Nord derzeit gern. Immerhin handelt es sich bei der Dreifachhalle neben der Pestalozzi-Schule um Hamelns größtes städtisches Bauprojekt seit der neuen Feuerwache. 4,9 Millionen Euro lautet der Kostenrahmen. 350 000 Euro kommen vom Landkreis. Zum Ende der nächsten Sommerferien soll die Halle fertig sein.

Im Vorfeld der Bauarbeiten indes hatte die Verwaltung beide Zielmarken korrigieren müssen: Der Zeitplan wurde durch den Absprung der eigentlichen Sieger im Architektenwettbewerb (siehe links) hinfällig, die Baukosten kletterten um 570 000 Euro – wegen gestiegener Architektenhonorare und zunächst übersehener Sportgeräte für die neue Halle. Doch nun läuft es auf der Großbaustelle offenbar rund.

Von der für die nächsten Jahre „letzten großen Investition in diesem Bereich“ spricht Oberbürgermeister Claudio Griese. Die Zeichen stehen auf Sparen. Gleichwohl: Nötig sei die neue Halle gewesen, betont er, und verweist auf das wachsende Schulzentrum Nord. Griese lobt die Architektur, die sich gut in die Umgebung einfüge. Ein Teil der Halle ist im Boden versenkt. Ebenerdig geht es direkt auf die Tribüne. 199 Zuschauer werden hier Platz haben. Knapp 600 – so die offiziell zugelassene Zahl – oder zu Spitzenzeiten auch über 1000 Zuschauer bejubelten Handballsiege in der alten „Hölle Nord“.

3 Bilder
An der Fassade werden im nächsten Jahr Holz und Ziegel angebracht.

Allzu höllisch dürfte es im Neubau nun wohl nicht zugehen – dafür ist er barrierefrei zugänglich und energetisch modern. Zum Richtfest war die Gestalt der neuen Halle bereits deutlich zu erkennen. Die Tribünenstufen aus Sichtbeton sind fertig, aber noch in Holz verpackt, um die Bauphase unbeschadet zu überstehen. Der Beton unter dem späteren Spielfeld steht noch unter Regenwasser, doch bald ist damit Schluss: Das Zinkdach wird bereits montiert. Bis Weihnachten soll die Halle dicht sein, sagt Architekt Hoegen. Bis dahin werden, so der Plan, auch die Fenster eingebaut. Eine Glasfassade gibt dann einen Einblick ins Foyer. Außen wird im nächsten Jahr eine Holzverschalung aus Ziegeln und unbehandelter Lärche angebracht.

Ein Gewerk nach dem anderen wird von der Stadt ausgeschrieben. Als Nächstes ist die Haustechnik an der Reihe. Böse Überraschungen fürs Budget blieben bisher aus.

Weitere Bilder von der Baustelle auf dewezet.de.

Von der alten zur neuen Halle Nord:

Schock für den Hamelner Vereins- und Schulsport: Die alte Halle Nord wird Ende Februar 2012 überraschend aus Sicherheitsgründen gesperrt. Von nicht erfüllten Brandschutzauflagen, dann auch von Einsturzgefahr ist die Rede.

Das Ende der „Hölle Nord“. Im Oktober 2012 wird sie abgerissen. Besonders Handballfans erfüllt das mit Wehmut.

Ein Architektenwettbewerb wird ausgelobt. Gefeierte Sieger im Februar 2013: die raum3 architekten aus Nürnberg. Doch Ende Mai macht das Büro einen Rückzieher. Es ist nicht bereit, als Generalplaner aufzutreten.

Nun sind die beiden Zweitbesten des Wettbewerbs erste Wahl. Im August 2013 entscheidet das Los: Der Entwurf der Baufrösche (oben) aus Kassel wird gebaut.

Im Mai 2014 erfolgte der offizielle Spatenstich für die neue Halle Nord durch die damalige Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann.

Zum Richtfest sprach gestern Lippmanns Nachfolger Claudio Griese.



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