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Kränkelt Gesundheitscampus an der Wilhelmstraße? Beschwerden über defekten Aufzug

Angst-Patientin steckt in Fahrstuhl fest

Hameln. Im ehemaligen Krankenhaus an der Wilhelmstraße sollen desöfteren die Aufzüge stecken bleiben. Für Angspatienten und Gehbehinderte ist die Situation alles andere als optimal. Auch der Zustand der gegenüberliegenden Parkplätze gibt Anlass zur Kritik.

veröffentlicht am 15.12.2015 um 17:46 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:12 Uhr

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Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
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Hameln. Birgit Horek sorgt sich um das Wohl von Mitpatienten des Ameos-Klinikums in Hameln: Im ehemaligen Krankenhaus sollen die Aufzüge des Öfteren stecken bleiben, erzählt die Frau. „Für Angstpatienten und Gehbehinderte muss das doch sicher sein“, meint Horek. So sei eine unter Platzangst und anderen Angstzuständen leidende Patientin im Fahrstuhl fast eine Viertelstunde lang gefangen gewesen, berichtet die Frau.

„Das war schrecklich. Eigentlich hätte ich panisch an die Wände geschlagen. Doch ich habe versucht ruhig zu bleiben, habe mich hingesetzt“, erzählt die 36-jährige betroffene Patientin. Zwei mitfahrenden Personen gelang es nach einiger Zeit, die Türen zur Seite zu drücken und sich zu befreien. „Sie ist dadurch im Heilungsprozess zurückgeworfen worden, hat Albträume“, meint Birgit Horek.

Parkplatz in schlechtem Zustand – Sana

verspricht Abhilfe

Zwischenzeitlich sollen beide über 50 Jahre alten vorhandenen Fahrstühle nicht in Betrieb gewesen sein, jetzt sei noch einer gesperrt, erzählen Patienten des Fachzentrums. „Im Sommer wollte jemand in die zweite Etage fahren – der ist im Keller gelandet. Da war kein Licht, es gab keine Ausschilderung zum Treppenhaus und der Fahrstuhl ist nicht wieder hochgefahren. Der Mann irrte hin und her“, berichtet ein anderer Patient. Auch das Personal habe bereits Essen über die Treppe in andere Etagen getragen, heißt es von Ameos-Patienten. Das Fachzentrum für Psychiatrie und Psychotherapie mit allgemeinpsychiatrischen Stationen, einer Tagesklinik und einer psychiatrischen Ambulanz ist selbst Mieter des ehemaligen Krankenhauses. Vermieter sind die Sana-Kliniken. „Wir sind mit Sana in konstruktiven Gesprächen und gehen davon aus, dass ein störungsfreier Betrieb der Aufzüge gewährleistet ist“, erzählt Gerald Baehnisch, Sprecher der Ameos-Kliniken. Beim Sana-Klinikum spricht man hingegen von einem Einzelfall. „Die betreffende Person konnte den Fahrstuhl nur für einen kurzen Zeitraum nicht verlassen. Dass es gerade eine Patientin, die unter einer Angstpsychose leidet, getroffen hat, bedauern wir sehr. In diesem Jahr haben uns keine weiteren Meldungen bezüglich solcher Vorfälle erreicht“, erklärt Sana-Sprecherin Natalie Arnold auf Anfrage. Insgesamt seien acht Störfälle gemeldet worden – für Arnold keine Häufung. Der defekte Aufzug wird derzeit repariert, heißt es vom Sana-Klinikum.

Eine andere Leserin bemängelt den Zustand des der Klinik gegenüberliegenden Parkplatzes an der Hermannstraße. „Schauen Sie sich den einmal an. Die Plätze sind ausgewaschen, bei schlechtem Wetter stehen sie unter Wasser. Im Matsch kann man sehr schlecht gehen. Besonders für ältere Leute, die zu den in der Nähe liegenden Arztpraxen müssen, ist ein Sturz leicht möglich“, sagt Anette Welsch. Da der Platz gebührenpflichtig ist, müsse er doch auch regelmäßig ausgebessert werden, findet die Dewezet-Leserin.

Das soll jetzt passieren. Mitarbeiter des Sana-Klinikums haben den Parkplatz nach einem Gespräch mit der Dewezet in Augenschein genommen – und offensichtlich die Mängel erkannt. „Als Vertreter des Gesundheitscampus Wilhelmstraße können wir den Hinweis gut nachvollziehen und bedauern die dadurch auftretenden Unannehmlichkeiten“, sagt Sprecher Peter Höxter. Es seien bereits entsprechende Schritte eingeleitet worden, um die Wasseransammlungen zu beseitigen, so der Sana-Mitarbeiter.

Im Gesundheitscampus an der Wilhelmstraße betreiben die Ameos-Kliniken ein Fachzentrum für Psychiatrie und Psychotherapie. Im defekten Fahrstuhl blieb eine Angst-Patientin stecken.

Archiv/fn



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