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Angebliche „Teufelsanbeterei“ löst eine Debatte aus

veröffentlicht am 02.09.2011 um 16:01 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:35 Uhr

Hameln. Eigentlich müsste das „Friedensfest der Religionen“, das am kommenden Sonntag, 4. September, in der Münsterkirche stattfinden soll, anders heißen: „Friedensfest von drei Religionen“. Gemeint sind nämlich bloß Judentum, Christentum und Islam. Daher hatte der Integrationsbeauftragte Dr. Feyzullah Gökdemir angeregt, auch andere Religionen mit einzubeziehen. Das sei wichtig, wenn Integration wirklich gelingen soll. Von Philipp Killmann

Gökdemir schlug vor, zum Beispiel das Yezidentum (sprich: „Jesidentum“) in das Fest mit einzubinden. „Daraus entwickelte sich eine spannende Diskussion“, rekapituliert Hans-Georg Spangenberger, der katholische Pastoralreferent und als Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Hameln. Es stellte sich heraus, dass keiner der Anwesenden Näheres über die Yeziden wusste.

Während sich die christlichen und jüdischen Konfessionen aufgeschlossen gezeigt hätten, habe es seitens der Vertreter der zwei türkisch-islamischen Gemeinden Hamelns Bedenken gegeben, berichtet Spangenberger. Einem alten Vorurteil zufolge, das noch nicht aus allen Köpfen verschwunden ist, handele es sich bei den Yeziden um „Teufelsanbeter“. Zum Kennenlernen sollten die Yeziden zunächst zum nächsten Vorbereitungstreffen eingeladen werden.

Was die Vertreter der anderen Religionen zu der Debatte und dem „Friedensfestes der Religionen“ sagen, lesen Sie in der Dewezet.



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