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Nach 25 Jahren: BUND sieht Handlungsbedarf beim Klimawandel / Neue Strategien für Stadtentwicklung

Anfangs wurden die Umweltschützer noch belächelt

Hameln (CK). Der BUND will einen überparteilichen Arbeitskreis Umweltpolitik gründen, in dem die verschiedenen aktuellen Ratsvorlagen vorgestellt und diskutiert werden sollen. Damit soll eine beratende Mitarbeit in den Umweltausschüssen von Kreistag und Stadtrat quasi unterfüttert werden; so wurde es beschlossen auf einer Sitzung, in der jetzt die Strategien für das gerade erst begonnene Jahr entwickelt wurden.

veröffentlicht am 16.01.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 05:21 Uhr

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Ferner ist zum Jahrestag des Fukushima-Unglücks eine Veranstaltung geplant. Nach den Worten des Vorsitzenden Ralf Hermes möchte der BUND damit anknüpfen an die Ausstellung im Hochzeitshaus im vergangenen Jahr und das Gespräch mit japanischen Augenzeugen. Schon Tradition hat die Pflege und Betreuung der Wildniswiese des Verbandes oberhalb des Einsiedlerbachs, die Begleitung der Krötenwanderung im Frühjahr und die Organisation zweier Tage des offenen Gartens. Und weil die ABM-Stelle für die Umweltberatung im Natur- und Umweltschutzzentraum am Berliner Platz im März ausläuft, hofft Hermes außerdem darauf, hier eine Vollzeitstelle für Energieberatung schaffen zu können.

Mit auf der Liste für das neue Jahr: die Unterstützung des Radfahrens in Hameln durch Mitarbeit in der Initiativgruppe „Pro Rad“ und der neu eingerichteten Fahrradbegleitkommission. Zum Jahreswechsel will der BUND außerdem den Landtagskandidaten auf den Zahl fühlen und sie auf ihre Umweltpositionen testen.

Noch unklar ist, was ein neu zu wählender Vorstand (im Juni bei der Jahreshauptversammlung) sich für das Jubiläumsjahr 2012 einfallen lässt, denn der BUND besteht dann 25 Jahre. „Schon 1993 hatten wir auf die Gefahren durch die Klimaveränderungen hingewiesen und damals gefordert, den Klimawandel in einer Strategie für eine zukunftsfähige Stadtentwicklung auch in Hameln zu berücksichtigen“, erinnert sich Hermes. Es folgten zahlreiche Aktionen, Vorträge oder Kinotage. „Anfangs wurden die Umweltschützer noch belächelt. Heute stellt niemand mehr den Handlungsbedarf für mehr Klimaschutz in Frage“, glaubt der Vorsitzende.

Gast dieser Strategiesitzung war mit Tobias Timm übrigens auch der Leiter der Klimaschutzagentur Weserbergland, die vor einem Jahr ins Leben gerufen wurde und nunmehr mit vier weiteren Personalstellen an der Umsetzung des Klimaschutzkonzepts für die heimische Region arbeitet. Hermes: „Unser großer Wunsch ist, dass die Aktivitäten aller Akteure, angefangen von der Wirtschaft über die Fachinstitute und Verwaltungen bis hin zu Politik und ehrenamtlich engagierten Bürgern künftig noch besser koordiniert werden.“ Nur nebenbei sei das nicht mehr zu leisten.

Um diese Bitte zu unterstreichen, erhielt Timm neben einem symbolischen Klimathermometer, das die Bedrohung durch die weltweite Klimaerwärmung darstellen soll, auch eine Grafik der Klimaschutzakteure der Region, verbunden mit der Bitte, die an einen Tisch zu bringen. Ein gemeinsamer Terminkalender soll darüber hinaus in Zukunft Überschneidungen in der Arbeit verhindern. Vorgeschlagen wurde zudem ein runder Tisch mit allen beteiligten Akteuren als eine Art lokaler Klimagipfel.



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