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Teilnehmer der Schülerakademie stellen Ergebnisse eines Workshops vor / Themen: Energie, Wirtschaft, Soziales

Analysen von erfrischender Schonungslosigkeit

Hameln (eaw). Die jungen Leute reden Tacheles. „Bei der Stadt sagt der eine dies, der andere das. Es besteht keine Kommunikation zwischen den Abteilungen.“ Mancher der Anwesenden wurde blass. Doch die Analyse der Teilnehmer des dreitägigen Workshops der „Schülerakademie“ war von erfrischender Schonungslosigkeit.

veröffentlicht am 12.11.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 05:41 Uhr

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„Bildung, Partizipation und Zukunftsgestaltung sind unsere Ziele“, erläuterte Markus Kluba. Der Lehrer am Schiller-Gymnasium ist Koordinator des Kooperationsverbundes für Hochbegabungsförderung Hameln-Pyrmont, zu dem sich seit 2006 sechs Schulen der Region zusammengeschlossen haben. „Die Schülerakademie ist unser Aushängeschild. Engagierte und hochbegabte Schülerinnen und Schüler aus allen Oberstufen der Region arbeiten drei Tage lang mit Experten projektorientiert zu komplexen Themen“ so der Leiter des Schiller-Gymnasiums, Andreas Jungnitz. Vor Landrat Rüdiger Butte, Vertretern von Stadt und Verwaltung wie der Kooperationspartner, der HLA und des Schiller-Gymnasiums präsentierten die Schülergruppen in den Räumen der Weserbergland-Akademie ihre Arbeitsergebnisse zu drei großen Themenbereichen: „Energie für die Zukunft“, „Wirtschaftsstandort Hameln“ sowie „Soziale Herausforderungen angehen“. Methodisch sauber formulierte Fragestellungen führten dabei zu mitunter überraschenden Ergebnissen. Etwa, dass sich viele Hamelner kleinere Geschäfte statt großer Ladenketten wünschten, dass das Werder besser genutzt, das Konzept der Stadtführungen überarbeitet oder die überregionale Werbung optimiert werden müsse. „Es gibt zu viele Filialisten, die Individualität geht verloren“, stellten einige Schüler im Hinblick auf die Erhöhung der Attraktivität der Innenstadt fest. Doch es wurden auch Lösungsvorschläge angeboten. „Kundenströme umlenken, Mieten senken, bessere Absprachen treffen“, schlugen etwa Maurice Thiel und Marcel Philipp von der Handelslehranstalt vor. Ob Nahverkehr, Tourismus oder Bildungs- und Sozialpolitik, kein Bereich blieb unkommentiert. „Wir fordern bessere Konditionen für soziale Arbeit, mehr Praxisnähe, eine kontinuierliche Präventionskette vom Kindergarten bis zum Bildungsabschluss“, meint die 19-jährige Lea Schlinkmann von der Elisabeth-Selbert-Schule. Was folgte, war eine sehr rege Diskussion mit den sichtlich überraschten Verantwortlichen, die mit einer derart konstruktiv geballten Ladung bürgerschaftlichen Nachdenkens offensichtlich nicht gerechnet hatten.

Zeigte sich überrascht und erfreut von der kritischen Betandsaufnahme durch die Schülergruppem: Landrat Rüdiger Butte.

Foto: eaw



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