weather-image
Aber andere Einsparungen möglich

An Theaterdirektion wird nicht gerüttelt

Hameln. Theaterdirektorin Dorothee Starke wird zurückgehen nach Bremerhaven und sich neuen Aufgaben widmen. Diese Nachricht löste gestern allgemeines Bedauern unter Hamelner Politikern aus. „Sie hat einiges erreicht und wird ihre Spuren hier hinterlassen“, betonte Ursula Wehrmann, Sprecherin der schwarz-grünen Mehrheitsgruppe.

veröffentlicht am 08.08.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:12 Uhr

270_008_7754234_ku165_0908.jpg
Dorothee Balzereit

Autor

Dorothee Balzereit Reporterin / ViaSaga zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Die Entscheidung darüber, ob und wann die Stelle neu besetzt wird, muss die Politik nach der Sommerpause fällen, denn eigentlich hat Oberbürgermeister Claudio Griese (CDU) einen Einstellungsstopp für Posten, die von der Stadt finanziert werden, verhängt. In Zeiten klammer Kassen muss schließlich gespart werden.

Doch weder Wilfried Binder (SPD), noch Ursula Wehrmann oder Hans Wilhelm Güsgen (FDP) stellen die Wiederbesetzung infrage. „Ein Theater ohne Leitung – das funktioniert nicht“, sagt Ursula Wehrmann, „dann würde die Frage eher lauten: Theater ja oder nein.“ Für Wehrmann, Binder und auch Güsgen lautet die Antwort deshalb „ja“.

„Wir stehen zum Theater, es ist eine absolute Größe für Hameln“, sagt Binder. Wehrmann und Güsgen betonten zudem die Rolle der Spielstätte als weichen Standortfaktor. „Wir hätten nicht den neuen Brandschutzmaßnahmen zugestimmt, wenn wir das Theater nicht erhalten wollten“, sagt Claudio Griese.

Für die Neubesetzung der Theaterdirektion will der Oberbürgermeister nach eigener Aussage eine Ausnahme beim Einstellungsstopp machen. Außerdem dränge die Zeit schon jetzt – auch wenn Starke versichert habe, dass sie „alles daransetze, die Saison 2015/16 noch bis zum Ende zu begleiten“. Der Grund: Die Stelle soll nach Aussage des Verwaltungschefs in Theater-Fachzeitschriften ausgeschrieben werden, und die erscheinen nur vierteljährlich. Eine Verzögerung sei, wie schon damals beim Wechsel von Steinkamp auf Starke – vorhersehbar. Er selbst wisse von Starkes Plänen erst „seit mehreren Wochen“.

Nicht mehr ausschließen will Griese eine neue Rechtsform für das defizitäre Theater, das mit rund 1,2 Millionen Euro jährlich bezuschusst werden muss. Ähnlich wie die Kreisabfallwirtschaft könnte das Theater ein Eigenbetrieb werden. Als Regiebetrieb im Veranstaltungsverband ist es bisher eine klassische Abteilung der Stadt. Eine Auslagerung könne sowohl bei steuerlichen Aspekten als auch bei Personalfragen Vorteile bieten. Untersucht wird diese Möglichkeit derzeit im Rahmen einer Prüfung der Verwaltungsstrukturen durch ein externes Büro.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt