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Das ambulante Operationszentrum des Sana-Klinikums hat seinen Betrieb aufgenommen

An der Wilhelmstraße wird wieder operiert

Hameln (ni). Rund um den Komplex sieht es noch ziemlich unordentlich aus. Das Gras auf den Wiesen steht kniehoch, die Sträucher wuchern ineinander, nur eine einzelne Rosenblüte leuchtet rot aus dem grünen Dickicht. Doch hinter der eingerüsteten Fassade des ehemaligen Krankenhauses an der Wilhelmstraße lichtet sich das Chaos. Die Großbaustelle des Sana- Klinikums Hameln-Pyrmont nähert sich Schritt für Schritt ihrem Ende. Gerade fertiggestellt und an den Start gegangen: das „Ambulante Operationszentrum Wilhelmstraße“, kurz AZW.

veröffentlicht am 06.06.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 06:21 Uhr

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Der Weg ins AZW führt zurzeit noch über den wenig einladenden Hintereingang. Auf den Stufen des schlichten Treppenhauses liegt feiner Baustaub. Doch hinter der Tür, die von diesem Treppenhaus in einen Trakt auf der ersten Etage führt, ändert sich das Bild schlagartig. Alles neu, alles blitzsauber. Sanfte Gelbtöne dominieren den großzügigen Empfangsbereich. Licht und Farbgebung täuschen die Sinne und erzeugen die Illusion eines sonnendurchfluteten Raumes. Das medizinische Fachpersonal trägt Blau, der leitende Arzt Dr. Andreas Schiebeler traditionelles Weiß. Man ist angekommen im Ambulanten Operationszentrum auf dem Gesundheitscampus Wilhelmstraße.

Seit einer Woche ist das Zentrum in Betrieb. Zwei Operationssäle stehen für ambulante chirurgische Eingriffe zur Verfügung, die bisher im Sana-Klinikum an der Weser durchgeführt wurden. Durch die Auslagerung von rund 2000 ambulanten OPs an die Wilhelmstraße werde das Haus an der Weser mit seinen insgesamt sieben Operationssälen „entlastet“, erklärt Sana-Geschäftsführer Dr. Ralf Paland. Für die Patienten bedeute das AZW Verlässlichkeit bei der Planung ihres OP-Termins. Notfälle können den Terminkalender nicht durcheinanderbringen, weil hier nur planbare kleinere Operationen von den Fachärzten der Klinik vorgenommen werden.

„OP-Bereich und Aufwachraum sind hightechmäßig ausgestattet“, schwärmt Schiebeler, „fast wie eine Intensivstation.“ Die operativen Eingriffe würden „ausschließlich von erfahrenen Fachärzten gemeinsam mit OP-Fachpflegekräften durchgeführt“. Paland kann sich „durchaus vorstellen, dass das AZW auch für viele niedergelassene Ärzte attraktiv ist“. Sana sei jedenfalls offen für Verhandlungen mit Ärzten, die die Einrichtung nutzen möchten.

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Von seinen anfänglichen Plänen, die Wilhelmstraße in ein Ärztehaus zu verwandeln, in dem sich 20 Ärzte aller Fachrichtungen mit ihren Praxen einrichten, hat Sana längst Abschied genommen. „War offensichtlich nicht gewollt“, resümiert Paland nüchtern nach zahllosen Gesprächen, die er mit Vertretern der ursprünglich ins Auge gefassten Zielgruppe geführt hat. Mittlerweile ist der Großteil des knapp 12 000 Quadratmeter umfassenden Komplexes an der Wilhelmstraße anderweitig belegt. Allein das Ameos Klinikum Hildesheim nutzt künftig fast 30 Prozent der gesamten Fläche und kann nach dieser Erweiterung Psychiatrie-Patienten demnächst auch stationär in Hameln betreuen. Die neuen Stationen wurden am 1. Juni schlüsselfertig von Sana übergeben und müssen jetzt nur noch von Ameos mit der erforderlichen medizinischen Technik ausgestattet und eingerichtet werden.

Von den noch freien Flächen – Paland spricht von „ungefähr 1500 Quadratmetern“ – wird aller Voraussicht nach die erst vor kurzem eingezogene „Sana centru.medis GmbH“ noch einen Teil beanspruchen. Das 100-prozentige, neu gegründete Tochterunternehmen der Sana Kliniken AG in München übernimmt Schreibdienste für Sana und andere Vertragspartner. Offenbar eine gefragte Dienstleistung, für die sich laut Paland inzwischen immer mehr Kliniken interessieren. „Wir denken darüber nach, Sana centru weiter auszubauen“, so der Geschäftsführer. Die derzeit angemieteten 300 Quadratmeter Bürofläche wären dann nicht mehr ausreichend. Eingangsbereich, Tagungszentrum, Gesundheitsakademie für Aus- und Weiterbildung – es gibt noch einige offene Baustellen an der Wilhelmstraße. Wann sie abgearbeitet sind? „Ich hoffe, dass wir Ende des Jahres mit allem durch sind“, sagt Paland.

Einen Film vom Gesundheitscampus finden Sie unter www.dewezet.de.

Kontrastprogramm: OP und Empfangsbereich des ambulanten Operationszentrums – und die Baustelle Eingangshalle. Fotos: Dana



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