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Traditionelle Afferder Rezepte für das „Kleine Fest im großen Garten“ / Drittes Kochbuch des DRK-Ortsvereins erscheint 2014

An Butter wird bei diesen Torten nicht gespart

Afferde. Die Rezepte stammen aus jener Zeit, in der es in Afferder die Hefe noch beim Bäcker zu kaufen gab, Speisekammern Hochkonjunktur hatten und in großen kühlen Kellerräumen fertige Torten bis zum Servieren auf den Steinfußboden gestellt wurden. Die vielen Erinnerungen an früher würden sicher schon in diesem Jahr viele Seiten eines Buches füllen können. Doch das dritte Buch der DRK-Ortsgruppe mit traditionellen Afferder Koch- und Backrezepten erscheint erst im nächsten Jahr. Vergnügliche Erinnerungen inklusive. Übrigens: Das Buch kommt passend zum 100. Jubiläum des DRK-Ortsverbandes.

veröffentlicht am 27.06.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 17:41 Uhr

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Autor:

Birgit Sterner
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Einen kleinen Vorgeschmack wird es bereits am kommenden Wochenende geben. Beim „Kleinen Fest im großen Garten“ in der Hildesheimer Straße 34 hantieren die Afferder „Rotkreuzdamen“ von der Kreativgruppe mitten im Grün mit Mehl und Eiern. Um Auge, Gemüt und Gaumen gleichermaßen in Stimmung zu bringen, wurde zum Backen der überlieferten Backrezepte dieser ungewöhnliche Rahmen inmitten von Fauna und Flora gewählt.

Insgesamt drei Kuchen nach dem Rezept Afferder Mütter und Großmütter wurden für das Fest ausgewählt. Die Frauen von der Kreativgruppe erinnern sich an Zeiten, als Afferde noch ein kleines beschauliches Dorf war und die stattlichen Buttercremetorten den Sahnetorten vorgezogen wurden. Heute steht in jeder Küche für zu kühlende Sahnetorten ein Kühlschrank. Mokka-, Nuss- und Schokoladentorten seien dementsprechend heute als Buttercremetortenversionen kaum noch vorstellbar.

Ein Frankfurter Kranz wird auf jeden Fall dabei sein, beschließen die Damen einstimmig. Der Klassiker beim Thema Buttercreme. Und ein Kuchen, der auf der Beliebtheitsskala der DRK-Kuchentafeln in Afferde ganz oben steht. Das Rezept stamme wohl schon aus dem vorletzten Jahrhundert, sind sich die Damen ziemlich sicher. Die Mütter zumindest haben es auch schon so gemacht.

Ganz früher habe man die Butter mit dem Schneebesen oder Kochlöffel aufschlagen müssen, erinnert man sich. Eine kräftezehrende Prozedur, die sicher auch der Grund dafür sei, dass es solche Torten nicht jeden Sonntag gab.

Von der Torte geht’s zum Thema Biskuitboden. Diesmal soll es der von Gisela Albrecht werden. Im ersten Buch der DRK-Ortsgruppe ist das Rezept dafür bereits vor einigen Jahren veröffentlicht worden. Jede der vier Damen hat ihn schon oft gebacken.

Gisela Albrecht hat als Gattin eines Bäckers bis Mitte der 1980er Jahre an der Seite ihres Mannes Friedrich Albrecht in der Afferder Backstube gearbeitet; sie kennt die Vorlieben der Afferder gut. Gern erinnert man sich an ihre duftenden kleinen Teekuchen, ebenfalls aus dem außergewöhnlichen lockeren Teig zubereitet. Der Geheimtipp dieses Teigs sei die richtige Beimischung von Öl und Essig.

„Der Beerdigungskuchen darf auch nicht fehlen“, ist sich das Quartett für den letzten traditionellen Kuchen einig. „Einer mit dem typischen Duft von ganz frischem Hefeteig.“ Gemeint ist ein traditioneller Hefe-Zuckerkuchen, der bei jeder Gelegenheit passt. Seine Zubereitung versetze die Damen stets in die vertraute Stimmung aus Kindertagen, sagen sie. 20 Pfennig habe einst das lose Stück Hefe gekostet, für das sie als Kinder zum Bäcker geschickt wurden. Inzwischen geben die Kinder von einst ihre Rezepte an die nächste Generation weiter.

Beim „Kleinen Fest im großen Garten“ erwartet die Besucher neben einem nostalgischen Kuchenbuffet ein besonderer Gartenrundgang, Kunst inklusive. „Den Erlös des Kuchenbuffets wollen wir den Flutopfern zugutekommen lassen“, sagt Gabi Peix.

Termin: Das „Kleine Fest im großen Garten“ findet kommenden Samstag von 11 bis 18 Uhr und am Sonntag von 12 bis 18 Uhr statt. Der Eintritt ist frei. Um Spenden für die Flutopfer wird gebeten.

Renate Linnemann, Gabi Peix, Waltraud Dittmar und Ursula Wünsche zogen mit ihren Backschüsseln in den Garten.git



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