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Ari Rosen aus Jerusalem informiert über „Shabbat, Sonntag, Ruhetag“

„Am siebten Tage sollst du ruhen!“

Hameln. Die einen sehnen ihn als „Partytime“ sehnsüchtig herbei, andere nutzen ihn, um durch kleine Jobs ihr Taschengeld aufzubessern oder sich auf die schulischen Herausforderungen der nächsten Woche vorzubereiten. Für viele Schülerinnen und Schüler ist der Sonntag alles andere als ein Ruhetag.

veröffentlicht am 08.11.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 18:21 Uhr

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Autor:

Ernst August Wolf
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„Shabbat, Sonntag, Ruhetag“ heißt der Titel einer religionskundlichen Information, zu der der 42-jährige Ari Rosen aus Jerusalem nach Hameln ins Forum der Handelslehranstalt gekommen war. Auf Vermittlung und finanziert von der Hanns-Lilje-Stiftung der evangelischen Landeskirche machte Rosen die Schülerinnen und Schüler mit der Bedeutung und konkreten Form der Shabbat-Zeremonie, so wie sie von strenggläubigen Juden praktiziert wird, vertraut.

Ari Rosens Zuhörer erfuhren etwas über den Wein- und Brotsegen, das „Kiddusch“, die Heiligung des Abends, und waren vor allem vom strikten Regelwerk des Shabbat, dem Vorbild des christlichen Sonntags, überrascht. „Keine Arbeit, nicht mal der Gedanke daran ist erlaubt“, so Rosen. Und die Nutzung moderner Geräte wie Autos, Küchengeräte, Unterhaltungselektronik oder gar Mobiltelefone sei während des Shabbat absolut tabu.

Shabbat, so machte Rosen deutlich, sei eine geistige und körperliche Atempause, ein Innehalten im unaufhaltsamen Fortschrittsprozess des von Technologie bestimmten modernen Lebens. Auf Rosens Frage „Können Sie sich ein Wochenende ohne Handy vorstellen?“ erntete er vor allem Skepsis bei seinen Zuhörern.

Organisiert hatte die Veranstaltung die Hamelner Pastorin Wibke Lonkwitz, die an der Handelslehranstalt das Fach Religion unterrichtet. Ihre Lernziele: die Schüler sollen die Verbindung zum Judentum in Hameln „lebendig erleben“, zum einen durch die jüdische Gemeinde, zum anderen durch aktive Begegnung mit jüdischem Ritus und Kultur.

Dabei kooperiert die Handelslehranstalt mit der Eugen-Reintjes-Schule. Deren Religionslehrerin Tina Stegmann sagt: „Zumindest im Religionsunterricht arbeiten wir im Rahmen der neuen Richtlinien zu diesem Thema eng zusammen.“

Wenn auch der gemeinsame Shabbat-Gesang etwa verhalten ausfiel, so belegten die zahlreichen Nachfragen der Schüler doch ein erhebliches Interesse an einer durch Shabbat und Sonntagsruhe eingeforderten Selbstbesinnung. Dennoch: „Ohne Handy? Wohl ziemlich schwer“, kommentierte eine Schülerin Rosens Vortrag. „Aber dass wir das alles mal aus erster Hand gehört haben, ist viel interessanter, als es nur aus irgendwelchen Büchern zu erfahren.“

Gast aus Israel: Ari Rosen erklärte in der Handelslehranstalt den Shabbat.eaw



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