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Karpfen zu Silvester gibt es auch filetiert / Heringssalat nach wie vor beliebt

Am schnellsten wird der Fisch blau

Blau ist vielleicht die Stunde (das ist die kurz vor der Dämmerung). Blau sind am späten Abend oder in der Nacht möglicherweise auch die Gäste. Aber blau – das ist auch die Bezeichnung für ein Fischgericht, das traditionell zu Silvester serviert wird. Es ist der Karpfen, ein Süßwasserfisch, der nicht von jedem geschätzt wird und oft erst noch in der heimischen Badewanne ein paar Runden drehen darf, bevor er als Teil der Nahrungskette dient.

veröffentlicht am 27.12.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 09:41 Uhr

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Schlachten muss man Karpfen aber nicht selbst, wenn man nicht möchte. Bei Fisch-Meyer auf dem Wochenmarkt glotzt er uns bereits mit leblosen Augen vom Eis her an. Laut Norbert Meyer kommt sein Karpfen frisch aus der Lausitz und darf in seinem heimischen Betrieb noch schwimmen, bevor er zu den Feiertagen veräußert wird. Richtig – zu den Feiertagen (Plural). „Am häufigsten wird Karpfen zu Heiligabend verkauft, obwohl er von den Kunden natürlich auch zu Silvester verlangt wird“, sagt er. Und für die, die die vielen Gräten scheuen, bietet Meyer auch Karpfenfilet an. Der filetierte Fisch wird dabei noch einmal von der Rückseite gleichmäßig in feine Scheiben geschnitten – etwas, das wohl kaum eine Hausfrau selbst so gut hinbekommt.

In der Beliebtheitsskala aber haben andere Arten dem Karpfen schon fast den Rang abgelaufen: „Lachsfilet oder auch Garnelen sind zum Jahreswechsel sehr beliebt“, so Meyer. Und natürlich der gute, alte Heringssalat. Er gehört für manche zu Silvester dazu wie die Raketen um Mitternacht. Heringssalat kann man selbst schon Tage vorher zubereiten und dann im Kühlschrank aufbewahren.

Karpfen blau ist übrigens recht unspektakulär und einfach selbst zuzubereiten. Hier das Rezept:

Zutaten:

1 Karpfen, küchenfertig 1 Zitrone, 2 Scheiben davon,

250 ml Essig,

250 ml Wein, weiß, trockener, 1/2 Zwiebel, in Scheiben geschnitten,

2 Lorbeerblätter, 10 Wacholderbeeren

2 Nelken.

Zubereitung:

Etwa 2 Liter Wasser in einen ausreichend großen Topf geben. Die Zitronenscheiben, Zwiebelscheiben, die Lorbeerblätter, die Wacholderbeeren und die Nelken dazugeben. Anschließend den Essig und den Weißwein zugießen. Das Ganze nun etwa eine Viertelstunde kochen. Den Fisch hineingeben und das Ganze 30 Minuten ziehen lassen (nicht kochen).

Als Beilage zum Karpfen eignen sich Salzkartoffeln und zerlassene Butter, mehr braucht man nicht, und als Dekoration frische Zitronenscheiben. Dazu passt ausgezeichnet ein spritziger leichter Weißwein.

Vom Hamelner Wochenmarkt berichtet Christa Koch

Ein Prachtexemplar von Karpfen aus der Lausitz, das Norbert Meyer hier präsentiert.Dana



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