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Entsorgungspark Hilligsfeld soll nach Ansicht der Politik kundenfreundlicher werden

Am Samstag länger geöffnet?

HILLIGSFELD. Samstags immer wieder das gleiche Bild: Lange PKW-Schlangen vor dem Tor des Entsorgungsparks der Kreisabfallwirtschaft in Hilligsfeld. Von Wartezeiten von bis zu einer dreiviertel Stunde ist die Rede.

veröffentlicht am 12.03.2018 um 17:25 Uhr
aktualisiert am 12.03.2018 um 18:40 Uhr

Im Entsorgungspark in Hilligsfeld können aus dem gesamten Landkreis Rest- und Wertstoffe abgeliefert werden. Foto: Archiv/ww
Joachim Zieseniß

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Joachim Zieseniß Reporter Bodenwerder zur Autorenseite
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Und Glück hat, wer außerhalb der Öffnungszeiten nicht auch noch vor verschlossener Tür steht; dann fände er auch schon mal wilde Müll-Deponien an seinen benachbarten Feldern, erzählte der Rohrser Landwirt und CDU-Kreistagsabgeordnete Jobst Brüggemann jetzt in der Sitzung des Betriebsausschusses „Abfallwirtschaft“.

Die Öffnungszeiten und die Preisgestaltung für die Anlieferung von Rest- und Wertstoffen durch Privatpersonen auf dem Entsorgungspark Hilligsfeld waren jetzt Gegenstand im Kreis-Fachausschuss. Die Mehrheitsgruppe SPD/Helmuth Mönkeberg-Bündnis 90/Die Grünen-DIE LINKE hatten die Forderung erhoben, den Entsorgungspark kundenfreundlicher zu machen. Denn das sei derzeit wahrlich nicht der Fall, so Torsten Hofer (SPD), der im Ausschuss den Antrag seiner Gruppe vorstellte.

Der Entsorgungspark Hilligsfeld sei die einzige Möglichkeit im gesamten Landkreis, alle Rest- und Wertstoffe gebündelt abzuliefern, so Hofer. Für Privatpersonen sei diese gebündelte Entsorgung, beispielsweise während eines Umzugs oder nach einer Renovierungsmaßnahme sehr wichtig. „Doch leider lassen die aktuellen Öffnungszeiten des Entsorgungsparks für Privatpersonen zu wünschen übrig“ kritisiert Hofer.

Derzeit ist der Entsorgungspark Hilligsfeld für Privatpersonen von November bis März dienstags bis freitags von 14 bis 16 Uhr und samstags von 10 bis 12 Uhr geöffnet. Ab dem kommenden April ist bis zum Oktober wieder dienstags bis freitags von 14 bis 17 Uhr und samstags von 9 bis 13 geöffnet.

Die werktäglichen Öffnungszeiten seien für Berufstätige kaum wahrzunehmen und der Öffnungszeitraum am Samstag sei sehr eingeschränkt und deshalb auch stark überlaufen, sodass sich lange Warteschlangen bilden, so die Kritik der Mehrheitsgruppe. Zudem erfolge die Preisgestaltung nach Volumen und damit nach Taxieren durch bloßes Ansehen. Für Ablieferer sei dies kaum transparent, so die Kritik. Der Vorschlag: Hier wäre es wünschenswert, eine Waage anzuschaffen.

Betriebsleiterin Sabine Thimm meint zur Kritik an den Öffnungszeiten, es habe während der Woche schon Versuche gegeben, die Öffnungszeiten zu verlängern,. Das habe sich von der Kundenfrequenz her aber nicht gelohnt. Über eine Verlängerung an Samstagen wolle man aber nach Vorgesprächen mit dem Betriebsrat nachdenken, so Thimm.

Eine Preisfestlegung für die Abgabegüter nach Wiegen lehnte die Betriebsleiterin hingegen grundsätzlich ab: Bei den verschiedenen Abfallfraktionen sei das nahezu unmöglich und würde letztendlich auch teurer und noch zeitaufwendiger für die Kunden, argumentierte sie.

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