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Nach Verzögerungen ebnet Politik den Weg für Feuerwehrhaus in Tündern

Am Naturschutz scheitert Neubau nicht mehr

HAMELN. Die Ortsfeuerwehr in Tündern hat sich längere Zeit in Geduld üben müssen. Die Entscheidung über den Neubau eines Feuerwehrhauses zog sich hin – weil manche Politiker in der Stadt noch Nachbesserungsbedarf bei den rechtlichen Grundlagen sahen. Nun steht fest: Formal gibt es keine Einwände mehr, das Gebäude an der Nordstraße in Tündern zu errichten.

veröffentlicht am 08.08.2017 um 15:08 Uhr

Im alten Feuerwehrhaus in Tündern bekommen die Brandschützer nicht mehr alles unter. Foto: Dana
Lars Lindhorst

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Lars Lindhorst Reporter zur Autorenseite
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Nachdem der Rat im vergangenen Mai die Willensbildung zurück in den zuständigen Fachausschuss gegeben hatte, können Tündern Brandschützer mit den Planungen für ihr neues Gebäude beginnen – vorbehaltlich, der Rat stimmt in nächster Sitzung am 20. September jetzt ebenfalls zu.

Ortsbrandmeister Horst Tuckfeld äußerte am Rande der Sitzung des Umweltausschusses die Hoffnung, dass es „nicht noch eine weitere Verzögerung mit dem Neubau des Feuerwehrhauses“ geben wird.

Worum ging es bei der vertagten Angelegenheit? Der geplante Neubau für die Feuerwehr lag ursprünglich im Bereich eines Landschaftsschutzgebietes. Die Fläche des Neubaus sollte aus dem bestehenden Gebiet herausgelöst werden, dafür sollten andere Schutzflächen zwischen Tündern und Hameln entlang der Weser und den Tündernseen hinzukommen. Das Landschaftsschutzgebiet sollte so um 78 Hektar auf etwa 255 Hektar erweitert werden.

Doch unklar und strittig war die künftige Nutzung der betroffenen Gebiete – insbesondere durch Vereine von Anglern, Ruderern und Motorbootfahrern wie aber auch durch die Tündernsee GmbH, die auf lange Sicht ein Teil der Schutzfläche als Erholungsgebiet nutzen will. CDU und FDP hatten in letzter Ratssitzung einen Passus in der Neuverordnung vermisst, wonach diese Nutzungsrechte geregelt gewesen wären.

In der vom Ausschuss aktuell verabschiedeten Fassung habe das Landschaftsschutzgebiet nun keine merklichen Auswirkungen auf die dort tätigen Vereine. Generell können sie so weitermachen wie bisher. Für alles darüber hinaus müsse die Stadt eine Genehmigung erteilen, sagte Stadtrat Hermann Aden.

Eine „Fundamentalopposition“ machte Ralf Hermes als Umweltverbandvertreter bei der FDP aus. Hans Wilhelm Güsgen nämlich sprach davon, dass durch das Landschaftsschutzgebiet die „Landwirtschaft drangsaliert“ würde und zweifelte grundsätzlich an der Erweiterung. Hermes entgegnete: Etwas für die Natur zu tun sei jedoch immer auch mit Nachteilen für die Menschen verbunden.

Die Feuerwehr, die in größerer Zahl überwiegend mit jungen Brandschützern der Sitzung beiwohnte, kann vorerst aufatmen. Sie könnten wohl in absehbarer Zeit ein weiteres Fahrzeug und Material unterbringen, für das sie dringenden Bedarf angemeldet haben. Rund 900 000 Euro wurden für den Bau des Feuerwehrhauses im Haushalt der Stadt veranschlagt.



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