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Restauratoren suchen noch geeigneten Platz für diesen Kirchenschatz

Altes Uhrwerk tickt schon wieder

Hameln. Die Restauration des alten Uhrwerks des Münsters zu Hameln ist in vollem Gange. Schon mehr als die Hälfte der Arbeit ist geschafft. Seit Ende April investieren Augenarzt Dr. Wolfgang Babick und Uhrmachermeister Hartmut Ahlbrecht einen großen Teil ihrer Freizeit in die Restauration. Und noch mehr Menschen sind auf den Zug aufgesprungen und tragen das Projekt mit.

veröffentlicht am 08.10.2014 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 08:21 Uhr

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Autor:

Anna Hoormann
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Seitdem hat sich viel getan. Die zahlreichen verstaubten und verrosteten Einzelteile wurden gesäubert, aufpoliert und mit neuer Farbe versehen. Anschließend hieß es, jede Schraube und Platine wieder an den richtigen Stellen zu platzieren. Nach fast zweihundert Arbeitsstunden ist das Uhrwerk als solches schon wieder erkennbar. Und nicht nur das, sie lässt sich aufziehen und tickt dann vor sich hin. Kirchenvorstandsmitglied Ruth Hegemann ist begeistert: „Diese Menschen haben sich die Mühe gemacht, dieses Kunstwerk für alle sichtbar zu machen. Ich bin so froh darüber. Oben im Turm wäre das Uhrwerk weiter verstaubt und keiner hätte es zu Gesicht bekommen.“ Die Münsteruhr selbst wird längst von einem modernen Werk betrieben. Nach der Restauration soll das alte Uhrwerk nicht wieder in den Turm zurück. Schließlich soll der zum Leben erweckte Kirchenschatz für alle sichtbar sein. Zur Demonstration kann das Uhrwerk inklusive Pendel in Gang gebracht werden und wird nicht etwa dauerhaft laufen.

Jetzt stellt sich also die Frage, wo der neue alte Kirchenschatz nach Abschluss der Restauration platziert werden soll. Diese Entscheidung soll in der nächsten Kirchenvorstandssitzung im Sinne der Gemeinde gefällt werden. Dabei spielen auch finanzielle Aspekte eine Rolle. Eine Einhausung des Uhrwerks außerhalb der Kirche wäre wesentlich teurer, da die Verglasung einbruchsicher und wetterfest sein müsste. Dies würde circa 12 000 Euro kosten, während eine Einhausung innerhalb der Kirche nur etwa die Hälfte kostet.

Hegemann und Babick sind sich ohnehin einig, dass das Uhrwerk im Kirchenraum Platz finden soll. „Uhren gehören einfach in die Kirche“, meint der Hobby-Restaurateur. Hegemann stimmt zu: „Genau. Die Uhr gehört zu der Kirche als denkmalgeschütztes Gebäude. Das kann nicht einfach so voneinander getrennt werden.“

2 Bilder

Es gibt bereits einen potenziellen Spender, der für die Einhausung innerhalb der Kirche aufkommen und die rund 6000 Euro übernehmen würde. Dieser möchte nur, dass das Projekt lokal, nachhaltig und öffentlichkeitswirksam umgesetzt wird.

All diese Bedingungen wären mit einer Platzierung im Kircheninnenraum gegeben. „Das ist ein wunderbares Angebot, welches die Gemeinde finanziell sehr entlasten würde. Denn wir könnten freiwilliges Kirchengeld sparen und für andere Projekte verwenden“, freut sich Hegemann.

Restaurierungsergebnisse und weitere Informationen zum Turmuhrwerk sind im Internet auf der Homepage der Münster-Gemeinde unter www.muenster-hameln.de zu finden.



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