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Alle Mieter für ehemaliges Fernmeldeamt stehen fest

Altes „Gammel-Gebäude“ wird Gesundheitszentrum

Hameln (CK). Wenn es für Klaus-Peter Othmer so etwas wie ein Unwort des Jahres gäbe, so würde das vermutlich „Beton“ lauten. Denn „Beton ohne Ende“ ist im ehemaligen Fernmeldeamt an der Baustraße einst verbaut worden – selbst der Dachstuhl war aus Stahlbeton, das Gebäude im wahrsten Sinne des Wortes bombensicher. Das wiederum hat die Sanierungsarbeiten, die der Baustoffkaufmann aus Bad Münder zurzeit an dem früher staatseigenen Komplex („ein Gammel-Gebäude„) durchführen lässt, nicht gerade einfach gemacht. Und wäre der 66-Jährige nicht bereits weißhaarig, so hätten ihm spätestens die Anforderungen an den Brandschutz graue Haare bereitet („dafür bauen sich manche ein Haus“).

veröffentlicht am 19.04.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 14:21 Uhr

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Doch es geht voran, Schritt für Schritt und für Passanten deutlich sichtbar. Fast fertig ist bereits das Gebäude, in dem früher einmal die alte Rotation der Dewezet untergebracht war: Von außen erstrahlt es bereits in neuem Glanz, das Gerüst ist inzwischen abmontiert. Noch laufen im Inneren die Restarbeiten auf Hochtouren, doch schon bald sollen sich hier Tänzer drehen – die Tanzschule „Für Sie“ zieht Ende Mai in die renovierten Räumlichkeiten ein.

Auch für das frühere, 1400 Quadratmeter große Fernmeldeamt – gewissermaßen ein innerstädtisches Filetstück – stehen die Mieter bereits fest: Allein 500 Quadratmeter in Erdgeschoss und Keller hat sich die Teraske OrthoReha GmbH & Co. KG gesichert, ein Sanitätshaus, das mit insgesamt sieben Läden in und um Hannover sowie in Hameln und Coppenbrügge vertreten ist und rund 80 Mitarbeiter beschäftigt. Passend dazu wird künftig im Erdgeschoss übrigens auch Fußpflege angeboten, als Einzugstermin nennt Othmer den 30. Juni.

Zwei weitere Mieter in der großen Immobilie gehören ebenfalls dem Gesundheitssektor an: Die erste Etage hat die Deutsche Angestelltenkrankenkasse (DAK) angemietet, die zurzeit ihr Domizil noch an der Deisterallee hat. Und nicht zuletzt findet im zweiten Obergeschoss der Physiotherapeut Christian Musch hier ein neues Zuhause, der seine bereits bestehende Krankengymnastik-Praxis vom Posthof künftig hierher verlegt. Auch für die Räume des ehemaligen posteigenen Packzentrums als Übergang zu den Arztpraxen am Posthof hat Othmer einen Interessenten gefunden: Hier zieht bald ein Hals-Nasen-Ohren-Arzt ein.

Die Krönung der komplett durchsanierten Altimmobilie – jahrelang ein Schandfleck an der Baustraße – ist allerdings die ganz oben liegende, rund 190 Quadratmeter große Wohnung mit großer Terrasse, zu der ein direkter Fahrstuhlzugang führt. Von hier aus geht der Blick weit über die Dächer der Stadt. Auch sie an den Mann zu bringen, darin sieht der 66-Jährige, der nach eigenen Aussagen in den Gesamtkomplex eine Summe „reichlich über siebenstellig“ investiert, kein Problem. „Die Lage ist einmalig“, glaubt der Investor, der darüber hinaus mit einem ganz besonderen Pfund wuchern kann, das in der Innenstadt nahezu unverzichtbar scheint: mit Parkplätzen. Gerade wird die große Fläche im Inneren des Karrees gepflastert, nach Fertigstellung sollen hier öffentliche Stellplätze für rund 100 Fahrzeuge vorhanden sein, weitere 88 in der vorhandenen Tiefgarage bleiben den Mietern vorbehalten.



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