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HWG hat Konzept für die alte Feuerwache entwickelt / Zustimmung der Stadt steht noch aus

Alternatives Wohnprojekt liegt auf Eis

Hameln (ni). Hotel? Ärztehaus? Markthalle? Auf der Suche nach einem tragfähigen Konzept für die Zukunft der alten Feuerwache am Ostertorwall kamen in der Vergangenheit die unterschiedlichsten Ideen ins Spiel – und verschwanden auch wieder in der Versenkung. Ihre Realisierung scheiterte entweder an zu hohen Kosten, fehlender wirtschaftlicher Perspektive oder mangelndem Interesse potenter Investoren. Die jüngste Variante heißt „generationenübergreifendes Wohnen“. Das Konzept dafür hat die Hamelner Wohnungsbau Gesellschaft (HWG) in Zusammenarbeit mit Experten für gemeinschaftliches Wohnen entwickelt und bereits Mitte August 2008 dem Aufsichtsrat präsentiert. Die rechte Dynamik bei seiner Umsetzung will sich indes bislang nicht einstellen.

veröffentlicht am 26.05.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 11.11.2016 um 20:21 Uhr

In die Alte Feuerwache soll neues Leben einkehren – aber d
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Alternative Wohnformen „sind das Thema der Zukunft“, ist HWG-Geschäftsführer Andreas Wahl nach wie vor von dem Konzept überzeugt. Darin vorgeschlagen: generationenübergreifende, flexible und zum Teil gemeinschaftlich nutzbare Wohnbereiche in einem Neubau; soziale und therapeutische Dienstleistungen sowie Kinderbetreuung auf dem Areal; kleine Läden unter den Arkaden des denkmalgeschützten Gebäudes; ein Café als Ort der Begegnung und möglicher Arbeitsplatz für Bewohner; ein kleines Stadthotel in der Villa an der Alten Marktstraße, in dem behinderte Menschen eine Beschäftigung finden.

Ohne Zustimmung der Stadt geht gar nichts

An Interessenten für den einen oder anderen Baustein des Projektes mangelt es laut Wahl nicht: „Wir haben viele Gespräche geführt und führen sie immer noch.“ Gewisse Verschiebungen in der Gewichtung der ursprünglich angedachten Flächenverteilung für die unterschiedlichen Bereiche seien ein Ergebnis davon. Auf dem Papier sei jetzt „der Wohnanteil etwas größer geworden, der für Service, Dienstleistungen und Gewerbe etwas kleiner“. Dass mitten im Zentrum der Stadt Hameln eine reizvolle Alternative zum herkömmlichen Wohnen entstehen könnte, hat sich offenbar schon weit herumgesprochen. „Wir haben Anrufe von Leuten bis hin zur holländischen Grenze erhalten, die sich mit dem generationenübergreifenden Wohnen schon länger beschäftigen“, sagt Wahl. Die Anrufer seien gebürtige Hamelner gewesen und sie hätten signalisiert, dass sie in ihre Heimatstadt zurückkommen würden, sofern sie hier ein entsprechendes Wohnangebot für das Leben im Alter vorfinden.

Die alte Feuerwache gehört der Stadt Hameln, die HWG zu 80 Prozent den Stadtwerken, die wiederum eine 100-prozentige Tochter der Stadt ist. So miteinander verwoben, geht ohne Zustimmung der Stadt gar nichts auf dem verwaisten Areal mit seinen leerstehenden Gebäuden. Diese Zustimmung steht noch aus.



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